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USA wollen mit gefälschten Facebook-Profilen kubanische Politik aufmischen

USA wollen mit gefälschten Facebook-Profilen kubanische Politik aufmischen
Immer mehr Kubaner nutzen das Internet. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten zur Einflussnahme seitens der bestehenden US-Propagandakanäle.
Wiederholt haben die USA Russland bezichtigt, soziale Medien zur Einmischung in ihre inneren Angelegenheiten zu missbrauchen. Dabei macht Washington selbst, was es anderen vorwirft: Einflussnahme mithilfe gefälschter Accounts in den sozialen Medien.

Kaum ein Tag vergeht, an dem Moskau nicht vorgeworfen wird, sich mittels Fake-Profilen in den sozialen Medien in die inneren Angelegenheiten anderer Länder einzumischen – auch wenn sich diese Vorwürfe in ebensolcher Regelmäßigkeit als gänzlich haltlos oder zumindest stark übertrieben erwiesen haben.

Glaubt man Medienberichten, dann steuert Russlands Präsident Wladimir Putin eine Bot-Armee, um die US-amerikanische Innenpolitik aufzumischen.

"Aber zur gleichen Zeit haben die USA ihre eigenen Pläne aufgestellt, Facebook zu nutzen, um heimlich Dissens in Kuba zu schüren", berichtete jüngst die Miami New Times.

Die US-Wochenzeitung bezieht sich dabei auf einen aktuellen Budgetbericht des Broadcasting Board of Governors (BBG). Daraus geht hervor, wie Washington die kubanische Politik mittels gefälschter Facebook-Accounts aufmischen will. Die Behörde ist verantwortlich für alle internationalen nicht-militärischen Hörfunk- und Fernsehprogramme der US-Regierung.

Laut dem Bericht sollen "digitale Teams" auf Kuba zu diesem Zweck "markenfreie ["non-branded"] lokale Facebook-Accounts zur Verbreitung von Informationen" einrichten. Diese "nativen Seiten erhöhen die Chancen, in den Newsfeeds der kubanischen Facebook-Nutzer zu erscheinen", heißt es weiter in dem Bericht der BBG. Dieselbe Strategie soll demnach auch auf "andere bevorzugte soziale Netzwerke" angewendet werden.

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Das Dokument erkläre zwar nicht, was genau unter "markenfreien" oder "nativen" Facebook-Seiten zu verstehen sei, merkt die Miami New Times dazu an und schreibt weiter:

Aber es ist klar, dass sie wie die Seiten normaler Social-Media-Nutzer aussehen sollen, um die Zensur zu umgehen und die Kubaner davon zu überzeugen, Martí-Propaganda zu lesen.

Letzteres bezieht sich auf die vom Office of Cuba Broadcasting (OCB) in Miami betriebenen Propagandakanäle Radio Martí, TV Martí und Martí Noticias. Aufgrund der von Kuba verhängten Internetblockade gegenüber den Martí-Kanälen habe das OCB einen Strategiewechsel vollzogen und konzentriere sich nun auf die sozialen Medien, so der BBG-Bericht. Weiter heißt es darin:

Kubaner diskutieren den Entwurf zur Verfassungsreform auf einer öffentlichen Versammlung in Havanna.

Mit dem Ausbau der Wi-Fi-Dienste in Kuba und der Nutzung von Facebook und anderen sozialen Medien durch eine erhebliche Zahl von Kubanern hat die Präsenz des OCB in den sozialen Medien zugenommen.

Durch diese Entwicklung verfüge das OCB über eine "zusätzliche effiziente und kostengünstige Verbreitungsmöglichkeit" seiner Inhalte. "Die Zusammenarbeit mit unabhängigen kubanischen Journalisten und die Ermutigung der Bürger, nutzergenerierte Inhalte für die OCB-Plattformen zu erstellen, hat weiterhin höchste Priorität", so die Regierungsbehörde.

Laut dieser sollen die Kubaner vor allem durch Facebook Live und Youtube beeinflusst werden, "da das kommunistische Regime davor zurückschreckt, diese populären Kanäle zu blockieren".

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