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Trump schwenkt um: Ich kann gutes Verhältnis zu Kim Jong-un haben

Trump schwenkt um: Ich kann gutes Verhältnis zu Kim Jong-un haben
US-Amerikanischer Präsident Donald Trump am 10. Januar 2018.
Der US-Präsident Donald Trump sorgte in einem Interview für Überraschung: Er bezeichnete sein Verhältnis zum nordkoreanischen Staatsführer Kim Jong-un als gut. Zuletzt beharrte Trump darauf, den größeren "Atomknopf" als sein Gegenüber in Pjöngjang zu haben.

Inmitten der scharfen Auseinandersetzung mit Nordkorea hat US-Präsident Donald Trump völlig überraschend sein Verhältnis zu seinem Gegenüber Kim Jong-un als "gut" bezeichnet.

Ich habe wahrscheinlich ein gutes Verhältnis zu Kim Jong Un", sagte Trump am Donnerstag (Ortszeit) in einem Interview mit dem Wall Street Journal. "Ich habe Beziehungen zu Leuten. Ich denke, Sie wären überrascht," sagte er. 

Vor dem Hintergrund des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms und der US-amerikanischen Drohkulisse mit Militärübungen auf der koreanischer Halbinsel war der Krieg der Worte zwischen Washington und Pjöngjang immer weiter eskaliert.

Wir erinnern uns: Trump nannte Kim unter anderem "klein und fett", "Little Rocket Man" (Kleiner Raketenmann) und "verrückt". Kim warf dem US-Präsidenten vor, geistesgestört zu sein. Nach mehreren Drohungen von US-amerikanischen hohen Vertretern ist die Sorge ist groß, dass die USA sich auf einen Krieg mit Nordkorea vorbereiten. Zuletzt beharrte Trump darauf, den größeren "Atomknopf" als sein Gegenüber in Pjöngjang zu haben.

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Doch im Interview gab Donald Trump preis, vor allem die rhetorische Schärfe der Auseinandersetzung bewusst in die Höhe treiben zu wollen. Harsche und persönliche Kommentare auf Twitter bezeichnete Trump als Teil einer breiteren Strategie:

Sie werden das bei mir häufiger erleben", sagte er. "Und dann, auf einmal, ist jemand mein bester Freund. Ich könnte Ihnen 20 Beispiele geben. Sie mir 30. Ich bin ein sehr flexibler Mensch", so Trump.

Gefragt, ob er mit Kim schon einmal gesprochen habe, sagte Trump dem Wall Street Journal: "Ich möchte das nicht kommentieren. Ich werde nicht sagen, ob oder ob nicht."

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Am Mittwoch hatten sich Trump und sein südkoreanischer Amtskollege Moon Jae-in telefonisch darauf verständigt, den Druck auf Nordkorea hoch zu halten. Den Angaben zufolge zeigte sich Trump jedoch offen, selbst Gespräche mit Nordkorea zu führen. Diese müssten aber zur richtigen Zeit und unter den richtigen Umständen stattfinden, hieß es vom Weißen Haus ohne nähere Erläuterung. Ähnliche Andeutungen machte Trump zuletzt mehrmals.

Es ist deswegen unklar, ob dieser rhetorische Umschwenk des US-Präsidenten mit den seit mehr als zwei Jahren wieder aufgenommenen direkten Verhandlungen zwischen Süd- und Nordkorea zu tun hat. Bei den Gesprächen zwischen den zwei koreanischen Staaten wurde unter anderem die Teilnahme Nordkoreas an den bevorstehenden Olympischen Spielen in Pyeongchang in Februar angekündigt. 

Putin: Lob für Kim Jong-un

Einen Tag zuvor äußerte sich auch Russlands Präsident Wladimir Putin bei einer Presse-Konferenz mit russischen Medien über den nordkoreanischen Staatschef. 

Ich denke, Herr Kim Jong-un hat diese Partie zweifellos gewonnen. Er hat sein strategisches Ziel erreicht: Er hat nun mal einen nuklearen Sprengkopf und eine Rakete mit globaler Reichweite bis 13.000 Kilometer, die fast jeden Winkel der Erde erreichen kann," sagte Putin. 

Putin fügte hinzu, als "absolut sachkundiger und reifer Politiker" sei Kim Jong-un daran interessiert, die Situation auf der Halbinsel zu beruhigen. Mitte Dezember war mit einer dreitägigen Visite eine Delegation des russischen Verteidigungsministeriums in Pjöngjang, eine Woche zuvor eine UN-Delegation. Die nordkoreanische Führung sei damit einverstanden, dass man einen Krieg vermeiden muss, sagte der stellvertretende UN-Generalsekretär Jeffrey Feldmann am 11. Dezember. Den letzten erfolgreichen Raketentest hatte Nordkorea im 29. November durchgeführt. Zwei Wochen später hat der UN-Sicherheitsrat neue verschärfte Sanktionen gegen das Land verhängt. 

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