Zeichen der Entspannung? Keine US-Manöver während südkoreanischer Winterspiele

Zeichen der Entspannung? Keine US-Manöver während südkoreanischer Winterspiele
Südkoreanische und US-Marinesoldaten nehmen an einer gemeinsamen Winterübung teil, PyeongChang, Südkorea, 19. Dezember 2017.
Am Donnerstag stimmten der südkoreanische Präsident Moon Jae-in und US-Präsident Donald Trump darüber ein gemeinsame Militärmanöver, die während der PyeongChang Winterspiele geplant waren, zu verschieben. Druck solle aber weiterhin auf Nordkorea verübt werden.

Die Übereinkunft wurde per Telefon getroffen. Schon zuvor hatten südkoreanische Politiker Befürchtungen geäußert, dass die Militärmanöver die Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel gefährden könnten. Moon Jae-in hatte angekündigt, das internationale Sportereignis für die Diplomatie mit Nordkorea nutzen zu wollen. Eine Telefonverbindung in der Sicherheitszone Panmunjeom wurde zwischen der nord- und der südkoreanischen Regierung bereits wieder hergestellt und voraussichtlich am 9. Januar soll ein erstes diplomatisches Treffen zwischen Pjöngjang und Seoul stattfinden. Für das erste gemeinsame Treffen wurde als Thema das sportliche Miteinander während der Winterspiele ausgewählt. Diese finden vom 9. bis 25. Februar statt. 

Ist überzeugt, dass er den größeren

Präsident Moon zu Trump: 

Ich glaube es wäre eine große Hilfe zur Sicherstellung des Erfolgs der PyeongChang Winterspiele, wenn Sie der Intention Ausdruck verleihen könnten die südkoreanisch-amerikanischen Militärübungen während Olympia zu vertagen, falls der Norden keine weiteren Provokationen vornimmt. 

Der US-Präsident stimmte diesem zu und sagte seinem südkoreanischen Amtskollegen, dass er der nordkoreanischen Regierung mitteilen könne, es werde keine Militärübungen zur Zeit der Wettkämpfe geben. Kim Jong-un hatte in seiner Neujahrsrede mitgeteilt, dass er bereit sei Athleten Nordkoreas in den Süden zu entsenden und schlug selbst vor, den inter-koreanischen Dialog neu zu beleben. Trump zeigte sich davon überzeugt, dass die Dialogbereitschaft Pjöngjangs seiner Druckausübung geschuldet sei. 

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