Duma-Abgeordneter: Russland kann bei Atomwaffen-Gesprächen zwischen beiden Koreas vermitteln

Duma-Abgeordneter: Russland kann bei Atomwaffen-Gesprächen zwischen beiden Koreas vermitteln
Moskau kann als Vermittler in den Vermittlungsgesprächen zwischen den beiden Koreas fungieren, da die Nuklearfrage die nationalen Interessen Russlands berührt, so Leonid Sluzki, Vorsitzender des Ausschusses für internationale Angelegenheiten der Duma.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Bemühungen internationaler Vermittler erforderlich sein werden, um die Frage der Denuklearisierung und des Nukleardossiers zu fördern",

sagte Sluzki gegenüber der Nachrichtenagentur TASS und fügte hinzu:

In Anbetracht der Tatsache, dass dieses Thema direkt die Interessen Russlands berührt, vor allem wegen der territorialen Nähe zu unseren Grenzen, kann Russland eine solche Rolle spielen.

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Moon Jae-in und Wladimir Putin in Hamburg, Deutschland, 7. Juli, 2017

Russische Parlamentarier begrüßen "jede Art von Dialog zwischen Seoul und Pjöngjang", unterstrich der Politiker, als er die Friedensgespräche zwischen Süd- und Nordkorea kommentierte, die diese Woche nach einer zweijährigen Pause wieder aufgenommen wurden. Er wies jedoch darauf hin, dass es noch zu früh sei, über konkrete Ergebnisse der innerkoreanischen Verhandlungen zu sprechen.

Russland hat konstruktive Beziehungen sowohl zu Seoul als auch zu Pjöngjang und "bleibt ein konsequenter Befürworter der Vorstellung, dass alle Streitigkeiten auf der koreanischen Halbinsel hinter dem Verhandlungstisch entschieden werden sollten und dass eine Eskalation der Spannungen zu unvorhersehbaren Folgen für die internationale Gemeinschaft führen kann", so der Abgeordnete.

Sluzki äußerte sich auch zur Trump-Regierung, die damit drohte, Gewalt anzuwenden, um Nordkorea dazu zu bringen, sein Programm für Nuklear- und Ballistik-Raketen einzudämmen, und sagte:

Was die USA betrifft, die sich selbst als das Zentrum der Welt betrachten, so sollten sie meiner Meinung nach nun ihre Anti-Pjöngjang-Rhetorik einschränken und aufhören, Nordkorea zu provozieren sowie auf die ersten Ergebnisse der innerkoreanischen Gespräche warten.

Nach Gesprächen zwischen Seoul und Pjöngjang am Dienstag wurde bekannt gegeben, dass sie vereinbart haben, Konsultationen zwischen den Militärbeamten der beiden Länder abzuhalten, um die Spannungen an der Grenze abzubauen und den Austausch in anderen Bereichen zu intensivieren.