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Investitionsguru Jim Rogers: Das Jahrhundert der Herrschaft des US-Dollars geht zu Ende

Investitionsguru Jim Rogers: Das Jahrhundert der Herrschaft des US-Dollars geht zu Ende
Der US-Dollar steht kurz davor, seinen Status als Hauptreservewährung der Welt zu verlieren. Darauf wies der prominente US-Investor Jim Rogers gegenüber RT hin. Zuvor gab es Berichte, dass China vorhabe, einen großen Teil seiner US-amerikanischen Schuldenbestände abzubauen.

Mit einer Staatsverschuldung von über 26,5 Billionen US-Dollar "sind die USA jetzt die größte Schuldnernation in der Weltgeschichte, und sie wird jeden Tag größer und größer", so Investitionsguru Jim Rogers im RT-Interview. Er fügte hinzu, dass dies Auswirkungen für die Währung des Landes haben werde. Der US-Investor betonte:

Traditionell ist der US-Dollar die solideste Währung der Welt. Aber die Tradition ändert sich.

Er verwies auf das Schicksal des britischen Pfunds und des holländischen Guldens, die in früheren Jahrhunderten als die zuverlässigsten Währungen galten.

Ich bin US-Amerikaner, deshalb sage ich es nicht gerne, aber ich befürchte, dass das Jahrhundert der Dominanz des US-Dollars zum Ende kommt und etwas anderes ihn ersetzen wird.

Nach den aktuellen Turbulenzen in den USA, die durch die Black Lives Matter-Proteste verursacht werden, und den bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen könnte der US-Dollar nächstes Jahr immer noch Stärke zeigen, "aber das wird wahrscheinlich seine letzte Chance sein", so Rogers.

Die Kommentare des erfahrenen Investors erfolgten nach einem Bericht der chinesischen Zeitung Global Times, in dem führende lokale Experten erklärten, dass Peking inmitten der gegenwärtigen Spannungen mit Washington wahrscheinlich seine US-Schulden um 20 Prozent – von einer Billion US-Dollar auf 800 Milliarden US-Dollar - reduzieren werde. China könnte sogar so weit gehen, "in einem extremen Fall wie einem militärischen Konflikt alle seine US-Anleihen zu verkaufen", warnte das Blatt.

Wenn Peking wirklich beschließt, ein Fünftel seiner US-amerikanischen Schuldenpapiere abzubauen, "wird es die Zinssätze in den USA unter Druck setzen", glaubt Rogers:

Symbolbild

Die Zinssätze in den USA würden steigen.

Aus der Sicht Chinas sei "es ist ein kluger Wirtschafts- und Investitionsschritt – ebenso wie das, was sie politisch tun", erklärte der Investor, der die Quantum Group of Funds und den Hedgefonds Soros Fund Management mitbegründete.

Das werde den chinesischen Behörden helfen, den Yuan zu stärken. "Wenn sie US-Schulden verkaufen, verkaufen sie US-Dollar, daher steigt ihre Währung an", was bereits seit mehreren Wochen geschieht, erläuterte der Geschäftsmann.

China könne – wie einige andere Nationen – aufgrund der gegenwärtigen Turbulenzen in den USA und der harten Außenpolitik der Trump-Regierung bereit sein, sich von seinen US-Schuldenbeständen zu trennen. Rogers merkte an:

Wenn Washington wütend auf Sie wird, verhängt es Sanktionen gegen Sie. Das schadet allen. Die Chinesen, Russen, Inder, Brasilianer und andere Länder fangen also an, nach einer konkurrierenden Alternativwährung zum US-Dollar zu suchen.

Die Pläne, die wahrscheinlich in Peking, dem zweitgrößten US-amerikanischen Gläubiger der Welt, im Gange seien, "sind nicht gut für die USA", außerdem stünden die Chancen gut, dass Washington diese Bedrohung nicht ernst genug nimmt, bedauerte der US-Investor und schloss:

Wissen Sie, Trump hält sich für klüger als alle anderen auf der Welt, also werden sie wahrscheinlich das tun, was immer sie wollen, mit der Überzeugung, dass man sich nicht sorgen müsse, weil man Washington sei, und daher alles bewältigen könne.

Laut einer neuen Prognose von der US-Bank Morgan Stanley könnte Pekings Drängen auf eine stärkere internationale Nutzung des Yuan dazu führen, dass dieser innerhalb eines Jahrzehnts zur drittgrößten Reservewährung der Welt wird und bis 2030 einen Anteil von fünf bis zehn Prozent der weltweiten Währungsreserven erreicht.

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