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NATO-Strategiekonferenz zum Krieg gegen Russland entlockt Merkel-Sprechern zynisches Schmunzeln

NATO-Strategiekonferenz zum Krieg gegen Russland entlockt Merkel-Sprechern zynisches Schmunzeln
Vom 9. bis 11. Oktober fand in Essen - gesponsert von US-Rüstungskonzernen - eine NATO-Fachkonferenz statt. Hauptthema war die Frage, ob das Bündnis für "Day Zero", also den Krieg gegen Russland oder China bereit sei. Angeblich weiß das Verteidigungsministerium von nichts.

Bereits seit 2014 trifft sich jährlich - weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit - die NATO in Essen, um sich über strategische Kriegsführung auszutauschen. Organisiert und finanziert wird das Ganze vom NATO-Kompetenzzentrum Joint Air Power Competence Centre (JAPCC) mit Sitz in Kalkar am Niederrhein.

Der Auftrag des JAPCC ist es laut Eigendarstellung, "Entscheidungsträgern effektive und effiziente Lösungen zum Einsatz von 'Air & Space Power' der NATO aufzuzeigen. Aus den Themen der letzten vier Jahre sticht der Themenfokus für 2018 heraus:

Hat die NATO die notwendige Haltung, um am 'Tag Null' zu kämpfen?

Symbolbild: Bundeswehrsoldaten bei einem NATO-Manöver in Grünberg, August 2018

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Die NATO-Strategen machen sich Sorgen, dass das Kriegsbündnis in den letzten 25 Jahren verweichlicht sei, da es nur gegen "unterlegene" Gegner operierte. Im NATO-Originalton wird dies dann wie folgt formuliert

Die NATO-Kriegsführung [sic!] in den letzten 25 Jahren erfolgte ausschließlich gegen militärisch unterlegene Gegner. Einige würden argumentieren, dass dies zu einem Übermaß an Vertrauen in die Allianz und zu einer Abneigung gegen Opfer geführt hat, die sich nicht nur auf die Psyche der Bevölkerung und die Aussetzung des Militärdienstes in vielen unserer Länder, sondern auch auf militärische Ausbildungs- und Übungsszenarien auswirkte. Das dritte Panel wird diese Aspekte sowie die notwendige Unterstützung unserer Bevölkerung bei der Neuausrichtung der NATO auf ihre Kernaufgaben untersuchen und besprechen.

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RT Deutsch richtete auf der Bundespressekonferenz (BPK) an das Bundesverteidigungsministerium die Frage, was nun aus Sicht der Bundesregierung die Schlussfolgerungen aus den Ergebnissen dieser Konferenz waren, und ob sich die NATO jetzt für einen Krieg gegen Russland und China bereit fühlt. Entgegen den Gepflogenheiten bei der BPK, unterbrach zunächst Regierungssprecher Steffen Seibert den RT-Journalisten noch während der Fragestellung und meinte, "Vielleicht hätte man hingehen sollen." Jedoch war RT Deutsch bereits im Vorfeld die Akkreditierung für diese Konferenz verweigert worden. Davon abgesehen, sollte es aus journalistischer Perspektive per se völlig legitim sein, auf der BPK Fragen zur Bewertung einer in Deutschland stattfindenden NATO-Fachkonferenz durch die Bundesregierung zu stellen.  Die Antwort des Sprechers des Bundesverteidigungsministeriums setzte dem ganzen die Krone auf: "Die Konferenz kenne ich nicht".

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