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"CIA hat 9/11 orchestriert": Französischer Verlag entschuldigt sich für Darstellung im Schulbuch

"CIA hat 9/11 orchestriert": Französischer Verlag entschuldigt sich für Darstellung im Schulbuch
Gigantische Staubwolken hüllen Manhattan nach dem Einsturz der Twin Towers ein, in die zuvor von Terroristen entführte Flugzeuge gekracht waren.
Eine Darstellung in einem Geschichtslehrbuch sorgt in Frankreich für Empörung. Demnach steckte die CIA hinter den Terroranschlägen vom 11. September 2001. Der Verlag entschuldigte sich nun für diese "unbegründete" Behauptung und kündigte eine Korrektur des Werkes an.

Das der Geschichte des 20. Jahrhunderts gewidmete Schullehrbuch "Histoire du XXe siècle en fiches" richtet sich an Abiturienten und diejenigen, die sich auf die Aufnahmeprüfungen der Universität vorbereiten und war im vergangenen November erschienen.

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Monatelang bemerkte niemand oder störte sich niemand an einer Aussage, die so gar nicht in die offizielle Erzählung zu den Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 passt, bei denen fast 3.000 Menschen getötet wurden. In einer Passage des Buches zu "9/11" und dem Aufstieg der Terrororganisation al-Qaida, die für die Anschläge verantwortlich gemacht wird, heißt es:  

Dieses Weltereignis – zweifellos von der CIA (Geheimdienst) inszeniert, um den amerikanischen Einfluss im Nahen Osten durchzusetzen? – traf die Machtsymbole Amerikas auf seinem eigenen Territorium.

Erst vergangene Woche nahm an dieser Darstellung die Tochter eines Geschichtslehrers Anstoß, der wiederum daraufhin seine Kollegen von Les Clionautes, einer Vereinigung für Geschichts- und Erdkundelehrer, in einer internen Facebook-Gruppe auf die Passage aufmerksam machte. Die Webseite "Conspiracy Watch", die sich dem Kampf gegen Verschwörungstheorien verschrieben hat, brachte den Vorfall schließlich an die Öffentlichkeit.

Bruno Modica, ein Sprecher von Les Clionautes, sagte dazu gegenüber Le Monde:

Diese Zeile greift eine Verschwörungstheorie auf, die wir in unserem Unterricht aus dem Mund einiger Schülerinnen und Schüler hören können, die aber nicht akzeptabel ist, wenn sie von einem Lehrer und in einer Publikation dieser Art niedergeschrieben wird.

Der Herausgeber des Lehrbuches entschuldigte sich für die Aussage und erklärte, sie hätte niemals erscheinen dürfen. Auf der Webseite des Verlages Ellipses heißt es:

Dieser Satz, der Verschwörungstheorien ohne jede sachliche Grundlage wiedergibt, hätte in dieser Arbeit niemals verwendet werden dürfen. Er spiegelt weder die redaktionelle Linie der Publikationen von Ellipses noch des Autors wider.

Tulsi Gabbard während der Präsidentschaftsdebatte der US-Demokraten (Detroit, 31. Juli 2019).

Verfasst hatte das Werk der Geschichtslehrer Jean-Pierre Rocher, Absolvent der Universität Sciences Po in Paris. Am Dienstag teilte der Verlag in einer weiteren Erklärung mit:

Natürlich können in unseren Werken Meinungen frei geäußert werden, aber auf keinen Fall kann eine ungenaue oder unbegründete Tatsache als objektive Wahrheit dargestellt werden.

Ellipses kündigte an, dass der umstrittene Satz aus dem Buch entfernt wird, das bislang nicht im Einzelhandel erhältlich ist.

Umfragen belegen verbreitete Skepsis

Laut einer Umfrage aus dem Jahr 2009 sind 14 Prozent der Amerikaner der Ansicht, dass die damalige Regierung unter Präsident George W. Bush die 9/11-Anschläge "absichtlich zugelassen" hat, um einen Krieg im Nahen Osten anzetteln zu können. 78 Prozent der Befragten sprachen sich gegen diese These aus, der Rest war unentschlossen.

Einer früheren Umfrage zufolge teilte gar die Hälfte der Einwohner New Yorks die Aussage, dass Mitglieder der US-Regierung im Voraus von den Anschlagsplänen wussten und bewusst nichts unternommen haben, um deren Ausführung zu verhindern.

Gemäß einer weiteren Umfrage in den USA aus dem Jahr 2007 sind zwei Drittel der Befragten der Auffassung, dass die 9/11-Untersuchungskommission den Einsturz von WTC 7 hätte untersuchen sollen. Bei dem Einsturz dieses dritten Hochhauses kamen zwar im Unterschied zum Kollaps der Zwillingstürme keine Menschen ums Leben, viele Experten gehen aber davon aus, dass es fachgerecht gesprengt wurde und nicht durch Brände zum Einsturz kommen konnte. 

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