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Um Türkei in Schach zu halten: Griechenland kauft Kampfdrohnen

Um Türkei in Schach zu halten: Griechenland kauft Kampfdrohnen
Eine türkische Bayraktar-TB2-Drohne landete am 16. Dezember auf dem nordzypriotischen Flughafen Geçitkale.
Die Spannungen innerhalb der transatlantischen Allianz nehmen weiter zu. Nur kurze Zeit nach dem NATO-Treffen in London, wo man noch um Einigkeit bemüht war, brechen die Probleme zwischen Griechenland und der Türkei offen aus. Athen will sich nun mit der Beschaffung von Kampfdrohnen schützen.

Die Auseinandersetzungen zwischen Athen und Ankara um Gebietsansprüche im Mittelmeer haben eine neue Qualität bekommen. Die Türkei beansprucht einen Teil des Gebiets rund um die Insel Zypern, das seit dem griechischen Militärputsch 1974 und dem darauffolgenden Einmarsch von türkischen Truppen geteilt ist. Südlich der Insel wurden reiche Gasvorkommen entdeckt, die laut der internationalen Gemeinschaft zur exklusiven Wirtschaftszone von Zypern gehören. Diese wurde allerdings von Ankara nicht anerkannt, weil es nur die Türkische Republik von Nordzypern anerkennt.  

Die Türkei möchte allerdings die Gasvorkommen selbst ausbeuten und schreckt nicht davor zurück, diese Forderungen auch mit militärischen Drohungen zu verfolgen. Anfang Dezember hat die türkische Marine das israelische Forschungsschiff Bat Galim aus zypriotischen Gewässern verjagt, das dort in Zusammenarbeit mit der Regierung in Nikosia Untersuchungen für Gasbohrungen durchführen wollte.  

Die türkische Regierung unterzeichnete sogar einen umstrittenen Vertrag mit der international anerkannten libyschen Regierung in Tripolis, welche die Seegrenze der Türkei auf Kosten Ägyptens, Griechenlands und natürlich Zyperns massiv ausweitet. Aus Protest gegen dieses Abkommen hat Athen den libyschen Botschafter des Landes verwiesen.

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Mit der neunten stärksten Armee der Welt hat die Türkei die Macht des Stärkeren auf ihrer Seite. Genau deshalb haben Frankreich, Italien und Zypern ein gemeinsames Marinemanöver innerhalb der exklusiven Wirtschaftszone durchgeführt, um ein Signal gegen den eigenen NATO-Partner zu senden. Doch Ankara ließ sich davon nicht beeindrucken und schickte seinerseits eine Drohne des Typs Bayraktar TB2 in den nördlichen türkischen Teil Zyperns. Die Regierung der Türkischen Republik von Nordzypern gab schließlich bekannt, dass sie dem großen Bruder den Geçitkale-Flughafen für bewaffnete und unbewaffnete Drohnen zur Verfügung stellt. 

Mit dieser ersten Drohne will die Türkei die eigenen zwei Forschungsschiffe unterstützen, die die Gasfelder untersuchen. 

Für Griechenland stellt diese Entwicklung eine weitere Provokation dar, und Verteidigungsminister Nikos Panagiotopoulos zeigte sich entschlossen, darauf zu reagieren. Deshalb hat er dem Parlament mitgeteilt, dass die Regierung insgesamt fünf Kampfdrohnen beschaffen wird; drei aus den USA und zwei aus Israel. Damit sollen im Bedarfsfall "türkische Drohnen außer Gefecht gesetzt" werden, sagte er.

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