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Pakistanischer Premier zu Krieg mit Indien: "Kapitulation oder Atomtod"

Pakistanischer Premier zu Krieg mit Indien: "Kapitulation oder Atomtod"
Der Premier Pakistans hat in einem Interview vor den Konsequenzen eines nuklearen Krieges mit Indien gewarnt. Er sagte zwar, dass Pakistan nie zuerst Atomwaffen einsetzen würde, deutete jedoch an, dass die "Pakistanis für ihre Freiheit bis in den Tod kämpfen werden".

Der pakistanische Premierminister Imran Khan warnte vor "Konsequenzen", falls das nuklear bewaffnete Pakistan am Ende einen konventionellen Krieg an seinen nuklear bewaffneten Rivalen Indien verlieren sollte.

Auf die Frage in einem Al Jazeera-Interview, ob Pakistan Indien im Falle eines großen Konflikts mit Atomwaffen angreifen würde, antwortete Khan mit dem Hinweis, dass Pakistan nie derjenige sein würde, der angreift:

Pakistan würde nie einen Krieg beginnen, und ich bin mir sicher: Ich bin ein Pazifist. Ich bin gegen Krieg.

Der Premierminister fügte jedoch schnell hinzu, dass, wenn zwei nuklear bewaffnete Staaten "einen konventionellen Krieg führen, es jede Möglichkeit gibt, dass er in einen Atomkrieg ausarten wird". Während er es als "undenkbar" bezeichnete, sandte Khans nächster Hinweis eine klare Botschaft darüber, was Pakistan tun könnte, falls es einen konventionellen Krieg gegen Indien verliert:

Sagen wir Pakistan – Gott bewahre –  führt einen konventionellen Krieg, den es verliert, und das Land zwischen Kapitulation, oder dem Kampf bis in den Tod für seine Freiheit entscheiden muss – weiß ich, dass die Pakistanis für ihre Freiheit bis in den Tod kämpfen werden.

Wenn also ein atomar bewaffnetes Land bis zum Ende, bis in den Tod kämpft, hat das Konsequenzen.

Der pakistanische Premier hat in den letzten Wochen wiederholt davor gewarnt, dass sich der Konflikt zwischen Indien und Pakistan um das umstrittene Gebiet Kaschmir zu einem nuklearen Konflikt zu entwickeln droht, wenn nicht ausländische Mächte zusammen mit den Vereinten Nationen eingreifen. Auch in den Medien gab es einige Unklarheiten über die pakistanische Nuklearstrategie.

Anfang dieses Monats schwor Khan, keine Atomwaffen zuerst gegen Indien einzusetzen. Sein Sprecher sagte später, dass seine Worte "aus dem Zusammenhang gerissen" worden seien, und es "keine Änderung" in Pakistans nuklearer Haltung gäbe – was Berichten zufolge einen Erstschlag gegen eine überwältigende konventionelle Gewalt nicht ausschließt.

Indische Grenzschutz-Soldaten am Grenzzaun zu Pakistan, Ranbir Singh Pura, nahe Jammu, 26. Februar 2019.

Die bitteren Rivalen Indien und Pakistan haben seit Mitte der vierziger Jahre drei große konventionelle Kriege geführt, ebenso wie mehrere kleinere Grenzgefechte. Die meisten Zusammenstöße konzentrieren sich auf die Region Kaschmir, wo häufig grenzüberschreitende Bombardierungen entlang der Demarkationslinie stattfinden.

Die beiden Nachbarstaaten näherten sich im Februar dieses Jahres einem ausgewachsenen Krieg. Neu-Delhi griff ein Lager in Pakistan mit Kampfflugzeugen an und erklärte, dass es der islamistischen Aufständischen Gruppe Jaish-e-Mohammed gehörte. Diese Gruppierung verübte bereits zahlreiche Terroranschläge auf indischem Boden. Islamabad warf Indien vor, seine Souveränität zu verletzen. Die Feindseligkeiten führten schließlich zu intensiven Bombardierungen zwischen beiden Seiten und offenen Luftkämpfen.

Der Konflikt kühlte sich im Laufe der Zeit ein wenig ab, bis die Beziehungen der beiden Länder im vergangenen Monat einen weiteren Tiefpunkt erreichten, nachdem Indien den Selbstverwaltungsstatus des von ihm kontrollierten Teils von Kaschmir widerrief. Indien behauptet, dass der Schritt dazu beitragen wird, den Terrorismus einzudämmen und die Wirtschaft Kaschmirs anzukurbeln. Pakistan ist der Meinung, dass die Beendigung der Autonomie Kaschmirs völkerrechtswidrig sei und zu Gewalt in der Region führen werde.

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