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Venezuela: Chinesische Investitionen am stärksten durch US-Sanktionen gegen Caracas gefährdet

Venezuela: Chinesische Investitionen am stärksten durch US-Sanktionen gegen Caracas gefährdet
Mitarbeiter von Orinoquia, einer chinesisch-venezolanischen Mobilfunkfabrik, sprechen mit einem chinesischen Instrukteur.
Die von den USA gegen Venezuela eingeführten Sanktionen gefährden Investitionsprojekte und Kredite, die andere Staaten mit Caracas eingegangen sind. Als größter Investor gilt China. Daher ist Peking in diesem Fall am größten betroffen.

Während das krisengeplagte Venezuela sich auf die Auswirkungen der jüngsten US-Wirtschaftssanktionen vorbereitet, sind auch dessen Handelspartner einem großen Risiko ausgesetzt.

Venezuelas selbsternannter Interimspräsident Juan Guaidó spricht mit den Medien vor einer Sitzung der venezolanischen Nationalversammlung in Caracas, 29. Januar 2019.

Am Montag kündigte die Trump-Regierung Sanktionen gegen Venezuelas staatliches Energieunternehmen Petroleos de Venezuela (PDVSA) an. Die neuen Beschränkungen werden sieben Milliarden US-Dollar an Vermögenswerten einfrieren und im Laufe des nächsten Jahres mehr als elf Milliarden US-Dollar an verlorenen Exporterlösen verursachen.

China als größter Investor in Venezuela

Als einer der größten Handelspartner und Gläubiger Venezuelas sprach sich China bereits gegen eine ausländische Einmischung in die Angelegenheiten des Landes aus und erklärte, dass die USA die Verantwortung für ihre umfassenden Sanktionen werden tragen müssen.

China stellte Venezuela in den letzten zehn Jahren 50 Milliarden US-Dollar an Krediten zur Verfügung. Während viele Länder es versäumten, Geschäfte mit der lateinamerikanischen Nation zu tätigen, brachte Peking durch Kredite und Direktinvestitionen bedeutende Mengen an Geldmitteln nach Venezuela.

Mehr zum Thema - China kritisiert ausländische Einmischung in Venezuela

Caracas beglich einen Teil dieser Schulden mit Öllieferungen, musste aber wegen der sinkenden Produktion um die Erfüllung seiner Verpflichtungen kämpfen. Das Land schuldet Peking noch immer etwa 20 Milliarden US-Dollar.

Laut Quellen bei der venezolanischen Investmentgesellschaft Caracas Capital hat Venezuela seit Dezember 2017 keine Staatsanleihen mehr bedient und ist nun mit 16 Staatsanleihen und Schuldverschreibungen in Höhe von insgesamt 1,81 Milliarden US-Dollar in Verzug.

Aufgrund des neuen US-Sanktionspakets sind Chinas milliardenschwere Kredite in Venezuela sowie Investitionen und Geschäftsbeziehungen – neben anderen – zu Ländern wie Russland, Indien, und der Türkei gefährdet.

Trotz der anhaltenden Krise in Venezuela haben Neu-Delhi und Caracas ihre gemeinsamen Investitionen im Energiesektor fortgesetzt. Mit über 400.000 Barrel pro Tag (bpd), die von indischen Unternehmen bezogen werden, ist Indien einer der größten Käufer von venezolanischem Rohöl. Indische Unternehmen haben Pläne, die Rohöleinkäufe aus Venezuela weiter auszubauen.

Venezuela ist einer der größten Rohölexporteure Lateinamerikas und seine Öleinnahmen machen laut OPEC rund 98 Prozent seiner Exporterlöse aus. Die Ölproduktion sank jedoch ab November 2018 täglich um 33.000 Barrel. Im Dezember erreichte die Ölförderung mit 1,15 Millionen Barrel am Tag verglichen mit einer Fördermenge von 2 Millionen Barrel täglich im Jahr 2017 ein neues Tief.

Ein Kassierer zählt Bolivars am Geldwechsel in Caracas, 24, Februar 2015.

Auch Investitionen anderer Länder in Gefahr

Russland teilt ebenfalls mehrere gemeinsame Projekte mit dem lateinamerikanischen Land. In den Bereichen Energie, Landwirtschaft und Verteidigung übersteigen die russischen Investitionen in Venezuela 4,1 Milliarden US-Dollar, wovon der russische Energieriese Rosneft den größten Teil ausmacht. Der Handelsumsatz zwischen Moskau und Caracas stieg im Januar/Februar letzten Jahres um 48 Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum im Jahr 2017 und erreichte einen Gesamtwert von fast 85 Millionen US-Dollar.

Die Türkei pflegt trotz der US-Sanktionen und des internationalen Drucks ebenfalls enge Beziehungen zu Caracas. Die beiden Länder arbeiten an einem Abkommen, wonach Tonnen von venezolanischem Gold in die türkische Stadt Corum zur Veredelung und Zertifizierung gebracht werden sollen.

Seit Anfang letzten Jahres exportiert Caracas sein Gold zur Aufbewahrung in die Türkei. Statistiken zeigen, dass die Türkei in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 Gold im Wert von 900 Millionen US-Dollar - rund 23,6 Tonnen - aus Venezuela importiert hat. Laut Mehmet Ozkan, der als türkischer Beamter an den bilateralen Beziehungen zu Venezuela arbeitete, besteht das Hauptziel darin, das Rohmetall zu veredeln und einen Kapitalzufluss nach Venezuela zu schaffen. Dieser soll wahrscheinlich in Form von Dienstleistungen erfolgen, da US-Sanktionen es Finanzinstituten verbieten, Geldbeträge in US-Dollar nach Venezuela zu überweisen.

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