"Wir brauchen eure Erlaubnis nicht": Russland reagiert auf Verurteilung der Krimbrücke durch USA

"Wir brauchen eure Erlaubnis nicht": Russland reagiert auf Verurteilung der Krimbrücke durch USA
Russland wird niemanden um Erlaubnis bitten, auf seinem eigenen Territorium ein Infrastrukturobjekt zu bauen, so die Reaktion Moskaus auf US-Statements, die die Eröffnung der Brücke über die Straße von Kertsch zwischen Krasnodar und der Krim verurteilten.

Das US-Außenministerium beschuldigte Russland, das Völkerrecht durch den Bau einer Brücke zur "besetzten" Krim ohne die Erlaubnis der Regierung der Ukraine zu missachten.

Wie man vorhersagen konnte, ist Washington damit nicht glücklich. Aber die Krim ist Teil Russlands", äußerte die russische Botschaft in den USA in ihrer diesbezüglichen Erklärung am Dienstag. Wir werden niemanden um Erlaubnis bitten, ein Verkehrsinfrastrukturobjekt für die Bevölkerung russischer Regionen bauen zu dürfen.

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Bedeutender Impuls für die Lebensqualität

Am Dienstag eröffnete der russische Präsident Wladimir Putin sechs Monate früher als geplant die 19 Kilometer lange Brücke zwischen der Krim und der Region Krasnodar. Sie ist nun für den Autoverkehr freigegeben. Lastkraftfahrzeuge sollen noch im weiteren Verlaufe des Jahres zugelassen werden, die Fertigstellung der Eisenbahnverbindung ist für 2019 geplant.

Das ist ein ausgezeichnetes Ergebnis, das die Krim und das legendäre Sewastopol gestärkt und uns einander näher gebracht hat", sagte Putin bei der Eröffnungsfeier. Die Brücke wird für die Wirtschaft auf der Krim und in Sewastopol einen schnelleren und größeren Fortschritt bedeuten und die Lebensqualität hier verbessern.

Sachalin-Verbindung als weiteres Großprojekt angedacht

Der Präsident hat sich dazu verpflichtet, noch weitere große Infrastrukturprojekte dieser Art in ganz Russland zu realisieren.

Wenn ich 'im ganzen Land' sage, meine ich das ernst. Wir werden mehr Straßen, Brücken, Flughäfen und Häfen bauen. Wir werden das Leben unserer Bürger besser und komfortabler machen.

Eines der nächsten Projekte könnte der Bau einer riesigen Brücke zur größten russischen Insel Sachalin sein, die nach wie vor das einzige russische Territorium im Fernen Osten ist, das keinen Anschluss an das Festland hat. Eine grundsätzliche Entscheidung der russischen Führung über die Frage, ob es besser sei, einen Tunnel zu graben oder eine Brücke zur Insel zu bauen, steht allerdings noch aus.

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