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Corona-Impfstoff made in Russia: Phase-1-Studie erfolgreich beendet

Corona-Impfstoff made in Russia: Phase-1-Studie erfolgreich beendet
Corona-Impfstoff made in Russia: Phase-1-Studie erfolgreich abgeschlossen
Russland ist der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs deutlich näher gekommen. Die erste Phase einer klinischen Studie ist gelungen. Es wurde die Sicherheit des russischen Präparats belegt, erste Probanden verlassen das Krankenhaus. Demnächst beginnt die zweite Phase.

Die Erste Moskauer Staatliche Setschenow-Universität für Medizin hat einen der weltweit ersten Impfstoff-Kandidaten gegen das neuartige Coronavirus erfolgreich getestet. Diese erste Phase einer klinischen Studie hatte am 18. Juni begonnen. Ihr Ziel war es, die Sicherheit des russischen Präparats nachzuweisen.

Ansturm von Freiwilligen für Corona-Impfstudie in Tübingen. Auf dem Bild: Professor Gottfried Kremsner injiziert einem Probanden einen von Curevac entwickelten Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus, Tübingen, 22. Juni 2020

Der Impfstoff wurde im Nationalen Gamaleja-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie entwickelt. An der Phase-1-Studie nahmen 38 Probanden aus den russischen Streitkräften teil. Damit der Test sauber ablaufen konnte, wurden sie zuvor gründlich auf das neuartige Coronavirus sowie mögliche Antikörper dagegen untersucht und für zwei Wochen isoliert, um jede Erkrankung oder Ansteckung mit dem Erreger vor der klinischen Studie auszuschließen.

18 der Probanden wurden in der Klinik an der Setschenow-Universität, die restlichen 20 im Burdenko-Militärkrankenhaus untergebracht. Außer vorhersehbaren Erscheinungen – wie etwa einem geringen und kurzzeitigen Anstieg der Körpertemperatur – wurden nach der Injektion keine negativen Auswirkungen registriert. Am Mittwoch durften die ersten Probanden die Uniklinik wieder verlassen. Die Forscher wollen sie jedoch eine Zeit lang weiter beobachten.

Im Burdenko-Militärkrankenhaus wurde am 13. Juli den Freiwilligen eine zweite Komponente des Impfstoffs injiziert. Sie werden das Krankenhaus voraussichtlich am 20. Juli wieder verlassen dürfen. Alexander Ginzburg, Direktor des Nationalen Gamaleja-Forschungszentrum für Epidemiologie und Mikrobiologie, erläuterte den Zweck so:

Nach der ersten Impfung haben sie zwar eine Immunität, bei der Antikörper gegen den Erreger gebildet werden. Die Erfahrungen mit unserem Ebola-Impfstoff, der nach demselben Schema entwickelt worden ist, zeigten jedoch, dass dann der Schutz vor einer Ansteckung etwa zwischen fünf und sieben Monaten andauern kann, wenn man sich nur mit dieser einen Impfung begnügt. Damit er nicht nur fünf bis sieben Monate, sondern vielleicht zwei Jahre und mehr hält, braucht man eine zweite Impfung.

Der Forscher fügte hinzu, dass die zweite Phase der klinischen Studie bis zum 28. Juli dauern werde. Dabei werde man nicht nur ihre Sicherheit, sondern auch ihre Wirksamkeit testen. Alexander Ginzburg drückte seine Hoffnung aus, dass das russische Gesundheitsministerium das Präparat offiziell registrieren werde. Ab Mitte August könnte es dann den Impfstoff für den zivilen Gebrauch, das heißt für die dritte Phase der klinischen Studie, freigeben.

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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) begrüßte die klinische Studie in Russland. Melita Vujnović, offizielle WHO-Vertreterin in Russland, sagte dabei:

Informationen über Testergebnisse und Testetappen von Impfstoff-Kandidaten sind auf der globalen Plattform zugänglich. Diese Informationen werden dort nach Erhalt sukzessive veröffentlicht. Die WHO ruft alle Länder dazu auf, über diese gemeinsame Plattform zusammenzuarbeiten.

Laut WHO-Angaben werden momentan im Kampf gegen das Coronavirus weltweit 17 Impfstoff-Kandidaten an Menschen getestet. Es wird an gut 150 Wirkstoffen geforscht. Als am weitesten fortgeschritten gilt ein Impfstoff, den die Universität Oxford entwickelt hat. Auch in Deutschland laufen erste klinische Studien zu Impfstoffen.

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