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Tiefster Stand seit der Sowjet-Ära: Russische Zentralbank senkt Leitzins erneut

Tiefster Stand seit der Sowjet-Ära: Russische Zentralbank senkt Leitzins erneut
Die Zentralbank Russlands wird den Leitzins bei einem Treffen Ende dieser Woche auf das niedrigste Niveau in der jüngsten Geschichte des Landes senken. Ökonomen rechnen mit einer Senkung um mindestens 50 Basispunkte. Es ist die dritte Zinssenkung in Folge.

Bereits im Februar hatte die Bank den Zinssatz um 25 Basispunkte gesenkt. Inmitten des Corona-Lockdowns und der fallenden Ölpreise im April wurde die nächste Zinssenkung von zuvor 6 Prozent auf derzeit 5,5 Prozent umgesetzt. Am Freitag könnte die russische Zentralbank nun die dritte Leitzinssenkung in Folge in diesem Jahr ankündigen. Dies wäre gleichzeitig der größte einmalige Einschnitt seit Oktober 2019.

Symbolbild

Die Mehrheit der Ökonomen erwartet, dass die Zentralbank den Zinssatz im Laufe dieses Jahres um weitere 50 Basispunkte senken wird. Nach Angaben von Russlands größtem Kreditgeber, der Sberbank, könnte er auf fünf Prozent fallen. Doch selbst eine minimale Senkung der Leitzinsen wird sie auf ein Rekordtief bringen. Der Sberbank-Stratege Nikolai Minko sagte gegenüber russischen Medien:

Wir erwarten, dass die Zentralbank den Zinssatz am Freitag auf fünf Prozent senkt und ihre Bereitschaft zu einer weiteren Senkung signalisiert, die von den Märkten als eine Zinssenkung auf vier Prozent bis Ende September wahrgenommen werden wird.

Vergangene Woche erklärte die Zentralbank, dass sie die Zinssenkungspolitik fortsetzen will, und fügte hinzu, dass sie dies möglicherweise in einem noch schnelleren Tempo tun werde. Die Chefin der Bank, Elwira Nabiullina, sagte:

Der niedrige Ausgangswert der Inflation zu Beginn des Jahres ermöglicht es uns, den Leitzins weiter zu senken und dies trotz des proinflationären Drucks, der von externen Faktoren wie dem Einbruch der Ölpreise ausgeht, schneller zu tun.

Die Verfolgung einer lockeren Geldpolitik unterscheidet sich von dem Kurs, den Russland während der vorangegangenen Finanz- und Energiemarktkrise einschlug. Grund dafür ist die Tatsache, dass die russische Währung stabiler geworden ist, nachdem die Regierung die Abhängigkeit des Landes vom Ölexport verringert hat.

Nach Angaben der Derivatebörse CME Group verlor der Rubel während der globalen Finanzkrise 2008 gegenüber dem US-Dollar 37 Prozent, während in den Jahren von 2014 bis 2016 der Rückgang gegenüber dem US-Dollar über 60 Prozent betrug. Obwohl die russische Währung im März stark zurückging, erholte sie sich teilweise wieder und lag Ende vergangener Woche "nur zwölft Prozent unter ihrem jüngsten Höchststand vom 15. Januar 2020", hieß es in der CME Group-Analyse:

Da Russlands Zinssätze noch immer weit über null liegen, hat seine Zentralbank die Möglichkeit, die Zinsen zu senken, um das Wachstum anzukurbeln.

Mehr zum Thema - Russland: Zentralbank senkt Leitzinsen inmitten des Coronavirus-Lockdowns und abstürzender Ölpreise

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