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US-Militär: Können New York Times-Story über russische Kopfgelder an Taliban nicht bestätigen

US-Militär: Können New York Times-Story über russische Kopfgelder an Taliban nicht bestätigen
Ein US-Soldat auf Patrouille im Distrikt Zhari in der Provinz Kandahar, Afghanistan.
Das US-Militär konnte keine Beweise dafür finden, dass Russland den Taliban Kopfgelder für den Tod von US-Soldaten zahlte. Man würde die Angelegenheit jedoch weiter untersuchen, so ein US-General. Die Untersuchung wurde durch einen Bericht in der New York Times ausgelöst.

Ende Juni behauptete die New York Times, dass die russische Regierung angeblich Kopfgelder an die Taliban zahlte, damit diese US-amerikanische Soldaten in Afghanistan töten. Nachdem zwei Monate lang nach Beweisen dafür gesucht wurde, teilte das US-Militär nun mit, dass das nicht zu beweisen sei. US-General Kenneth "Frank" McKenzie jr., der Kommandeur, der die US-Truppen in Afghanistan beaufsichtigt, erklärte am Montag gegenüber NBC News:

CENTCOM-Kommandeur glaubt  nicht daran, dass US-Soldaten aufgrund eines angeblichen russischen Kopfgeldprogramms in Afghanistan ums Leben kamen (Bild vom 24. Mai).

Es ist einfach nicht mit einem Grad an Gewissheit bewiesen worden, der mich zufriedenstellt.

Die Ermittler würden die Angelegenheit jedoch weiter untersuchen.

Die Untersuchung überprüfte bereits Geheimdienstinformationen über jeden Angriff auf US-Truppen in Afghanistan in den vergangenen Jahren. Keiner davon war mit russischen Anreizzahlungen verbunden. McKenzie sagte:

Ich habe einfach noch nichts gesehen, was diese Lücke schließt.

Die New York Times berichtete bereits im Juni über den Kopfgeldvorwurf unter Berufung auf nicht genannte Geheimdienstquellen.

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Medien und Politiker der US-Demokraten griffen US-Präsident Donald Trump an, weil er es angeblich versäumt habe, Russland wegen der unterstellten Kopfgeldzahlungen zu bestrafen. Trump – ebenso Geheimdienst- wie Militärbeamte – verkündeten, dass die Informationen nicht bestätigt worden und solide genug seien, um sie als Grundlage für Maßnahmen gegen Moskau zu nutzen.

Ironischerweise twitterte die US-Senatorin der Demokratischen Partei Tammy Duckworth – selbst nachdem NBC berichtet hatte, dass das Militär keine Beweise zur Untermauerung der Kopfgeldgeschichte hatte –, dass Trump seit 80 Tagen Putin nicht für die angeblichen Zahlungen verurteilt hat, und betonte:

Das ist unverzeihlich.

Der Journalist Glenn Greenwald bemerkte die unfreiwillige Ironie und deutete an, dass die US-Medien Trump weiterhin dafür tadeln werden, dass er es versäumte, auf Behauptungen zu reagieren, die falsch sein könnten. Er twitterte zum Duckworth-Tweet und einen Tweet von NBC über das Fehlen von Beweisen:

Zwei Tweets von heute.

Ich frage mich, welcher davon weiter verbreitet wird.

Beweise sind langweilig.

Die unbewiesene Kopfgeldstory war eine Art Rettungsanker für Kritiker, die irgendwie die Saga zum Russiagate am Leben erhalten wollten, nachdem das Ermittlerteam von Sonderberater Robert Mueller keine Beweise dafür finden konnte, dass die Trump-Kampagne mit dem Kreml konspiriert hätte, um die Präsidentschaftswahl 2016 zu gewinnen. Wie Greenwald hervorhob, war die neue Behauptung auch ein "Hauptargument", das von kriegsbefürwortenden Kongressmitgliedern benutzt wurde, um Trumps Pläne zum Truppenabzug aus Afghanistan zu behindern.

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