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USA klagen "staatlich unterstützte chinesische Hacker" wegen Diebstahls von Corona-Forschung an

USA klagen "staatlich unterstützte chinesische Hacker" wegen Diebstahls von Corona-Forschung an
Symbolbild
In den USA wurde gegen zwei Chinesen Klage erhoben, die im Rahmen von Hackerangriffen Militärgeheimnisse und Forschungsarbeiten zu COVID-19 gestohlen haben sollen. Laut dem US-Justizministerium sollen sie dabei von Peking unterstützt worden sein.

Das US-Justizministerium hat zwei angebliche chinesische Hacker beschuldigt, Geschäftsgeheimnisse im Wert von Hunderten von Millionen US-Dollar gestohlen zu haben. Unter diesen Geheimnissen sollen sich Verteidigungsdaten und Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus befinden.

Ein Demonstrant der pro-chinesischen Gruppe

Am Dienstag wurde die Anklageschrift veröffentlicht. Hierin werden zwei chinesische Staatsbürger, die als Li Xiaoyu und Dong Jiazhi identifiziert wurden, beschuldigt, eine massive weltweite Hacker-Kampagne geführt zu haben. Die Untersuchung zu deren angeblichen Aktivitäten wurde bereits im Jahr 2015 ausgelöst, als sie in ein Netzwerk eindrangen, das zur Hanford Site, einem stillgelegten Nuklearkomplex im US-Bundesstaat Washington, gehört.

Das US-Justizministerium nannte keine bestimmten Unternehmen, die im Visier der Hacker gewesen sein sollen. Der US-Rechtsanwalt William Hyslop teilte mit, dass "es in den Vereinigten Staaten und weltweit Hunderte und Aberhunderte von Opfern gibt". Die beiden Angeklagten hätten in den Jahren 2014 bis 2020 von Computern weltweit Terabytes an Daten gestohlen, hieß es.

Neben dem Versuch, Geschäftsgeheimnisse zu stehlen, sollen die Hacker auch "Nichtregierungsorganisationen und einzelne Dissidenten, Geistliche sowie Demokratie- und Menschenrechtsaktivisten in den Vereinigten Staaten und im Ausland, einschließlich Hongkong und China, ins Visier" genommen haben.

Das Hacker-Duo habe nicht nur nach persönlichem Vorteil gehandelt, sondern auch als Auftragnehmer für Peking gearbeitet und dabei Unterstützung von einem namenlosen Agenten des chinesischen Sicherheitsministeriums erhalten, erklärte das US-Justizministerium. Es wird vermutet, dass sich die Hacker in China befinden, also außerhalb der Reichweite der US-Justiz.

Vertreter der USA ließen nie eine Gelegenheit aus, weitere Nationen wiederholt zu beschuldigen, staatlich geförderte Hacker-Kampagnen zu führen. Nun erklärten sie, dass Peking offiziell diesem "schändlichen Club" beigetreten sei. Tatsächlich beschuldigt Washington Peking jedoch schon seit Jahren, koordinierte Cyberangriffe durchzuführen. John Demers, stellvertretender US-Generalstaatsanwalt für nationale Sicherheit, teilte in einer Erklärung mit:

(Symbolbild)

China hat nun seinen Platz neben Russland, Iran und Nordkorea in diesem beschämenden Club von Nationen eingenommen, der einen sicheren Zufluchtsort für Cyberkriminelle bietet, im Austausch dafür, dass diese Kriminellen 'auf Abruf' zum Wohle des Staates arbeiten, um hier den unersättlichen Hunger der chinesischen kommunistischen Partei nach dem hart verdienten geistigen Eigentum US-amerikanischer und anderer nicht-chinesischer Unternehmen, einschließlich der COVID-19-Forschung, zu stillen.

Während westliche Nationen schon seit Wochen schwer fassbare Hacker beschuldigen, es auf die Coronavirus-Forschung abgesehen zu haben, ist es das erste Mal, dass solche Behauptungen von einer Anklage begleitet werden. Die Anklage gab keinen Hinweis darauf, dass die angeblichen Versuche, die COVID-19-Forschung zu stehlen, erfolgreich waren.

Peking hat wiederholt jegliche Beteiligung an Bemühungen bestritten, sich in Computernetzwerke der USA oder anderer Länder zu hacken.

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