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Polizeibrutalität: New Yorks Gouverneur stellt sich hinter Beamte und leugnet Gewalttaten

Polizeibrutalität: New Yorks Gouverneur stellt sich hinter Beamte und leugnet Gewalttaten
Ein mutmaßlicher Demonstrant liegt am Boden, umringt von Polizisten (New York, 4. Juni 2020)
Der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo, bestreitet die Anschuldigungen, wonach New Yorker Polizisten Schlagstöcke gegen Menschen eingesetzt hätten, die friedlich gegen den Tod von George Floyd protestierten. Mehrere Filmaufnahmen sprechen jedoch eine andere Sprache.

Während einer Pressekonferenz am Donnerstag hat Cuomo die Anschuldigungen gegen die New Yorker Polizeibehörde (NYPD) als "Brandstifter-Rhetorik" bezeichnet. Er fragte den Reporter, der ihn auf das Thema angesprochen hatte:

Glauben Sie, dass es einen vernünftigen Polizisten gibt, der denkt, dass seine Aufgabe darin besteht, eine friedliche Person mit einem Schlagstock zu schlagen?

Cuomo beantwortete seine Frage selbst, indem er erklärte, New Yorker Polizisten würden so etwas nicht tun. Vielmehr sieht er eine politische Dimension hinter der Anschuldigung: "Es ist keine Tatsache! Es ist nicht einmal eine Meinung! Das ist ein überparteilicher rhetorischer Angriff!"

Mehr zum Thema - Tod von George Floyd: Gibt es systemische Gründe für die Polizei-Brutalität in den USA? (Video)

Während der Gouverneur die Polizeibrutalität mit Nachdruck dementierte, erweckten in den sozialen Medien verbreitete Videos, von denen mehrere viral gingen, einen komplett gegenteiligen Eindruck. Zum Beispiel erhielt ein Video des Filmemachers Josh Fox acht Millionen Klicks. Hierin wird gezeigt, wie Autofahrer Zeugen werden, wie "Schläger der New Yorker Polizei" einfache Bürger verprügeln. 

Nachdem die Kommentare des Gouverneurs veröffentlicht worden waren, wollten Internetnutzer ihm helfen, "Fakten" von "Meinungen" und "rhetorischen Angriffen" zu unterscheiden, indem man auf weitere Videos hinwies.

"Pfefferspray, Schlagstöcke und mehrere Verhaftungen", so bezeichnete der Journalist John Campbell das, was er zu Beginn der Proteste in Brooklyn gesehen hatte.

Auch Noah Goldberg von den New York Daily News filmte einen Protest, bei dem die Polizei dazu überging, "Menschen zu verprügeln – richtig zu verprügeln – und zu verhaften".

Jake Offenhartz, Reporter des lokalen Medienportals Gothamist, filmte einen Angriff der NYPD auf einen "per Definition friedlichen Protest".

Cuomos Kommentare haben nicht nur zu Gegenreaktionen von Journalisten geführt. So beschuldigte etwa der Footballspieler Justin Jackson den Gouverneur, "mit ernstem Gesicht zu lügen".

Der Moderator einer progressiven Talkshow, John Iadarola, teilte das folgende Video, das von seinem Kollegen Jordan Uhl aufgenommen wurde. Iadarola fordert von Cuomo, "hierauf zu antworten". 

Nate 'Igor' Smith, Fotograf beim Nachrichtenportal Vice, sagt, er sei von der Polizei angegriffen worden.

Der Afroamerikaner George Floyd starb vergangene Woche, nachdem ein Polizist aus Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota während einer Festnahme fast neun Minuten lang auf seinem Nacken kniete. Die Proteste gegen den Vorfall breiteten sich schnell über die gesamten USA aus – auch nach New York City.

Während die Versammlungen tagsüber größtenteils friedlich verliefen, waren die Nächte von Plünderungen, Unruhen und Brandstiftungen geprägt, die die NYPD nicht eindämmen konnte. US-Präsident Donald Trump hat die Gouverneure aufgefordert, die Nationalgarde und sogar reguläre Armeetruppen einzusetzen. Cuomo hat sich jedoch bisher geweigert, dies zu tun.

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