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Donezker Volksrepublik: Attentat auf Sachartschenko erfolgte wohl mithilfe westlicher Geheimdienste

Donezker Volksrepublik: Attentat auf Sachartschenko erfolgte wohl mithilfe westlicher Geheimdienste
Menschen stehen Schlange, um dem Präsidenten der selbsternannten Donezker Volksrepublik Alexander Sachartschenko ihre letzte Ehre zu erweisen. Donezk, 2. September 2018.
Nach Informationen des Außenministeriums der selbsternannten Donezker Volksrepublik (DVR) gibt es neue Erkenntnisse zum tödlichen Attentat auf den Präsidenten der DVR, Alexander Sachartschenko. Die Analyse der Sprengstoffreste weist gen Westen.

von Artur Leier

Als gesichert gilt mittlerweile, dass es sich bei dem Attentat um eine Operation des ukrainisches Geheimdienstes (SBU) handelte. Diesbezüglich erklärte das Außenministerium der Donezker Volksrepublik:

Untersuchungen staatlicher Stellen in der Donezker Volksrepublik haben ergeben, dass das Attentat auf Alexander Sachartschenko mit Beteiligung der 5. Abteilung für Spionageabwehr des ukrainischen Sicherheitsdienstes durchgeführt wurde.

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Auch Denis Puschilin, Vorsitzender des Volksrates der DVR, äußerte sich zu den Ergebnissen der Untersuchung und sieht die Beteiligung des SBU als erwiesen. Puschilin wurde am 7. September befristet zum Präsidenten der DVR ernannt. Er wird dieses Amt bis zu den Neuwahlen am 11. November bekleiden.

Zu den Untersuchungen heißt es aus dem Außenministerium:

Ein SBU-Agent wurde festgenommen, und seine Vernehmung ergab, dass der Sprengsatz auf Anordnung staatlicher Stellen in Kiew angebracht wurde. Die Analyse von Resten des Sprengsatzes ergab Fakten zur Verwendung komplexer Technologie, die sich nicht im Besitz ukrainischer Geheimdienste befindet. Dies deutet auf die Beteiligung westlicher Geheimdienste bei der Vorbereitung dieses Attentats hin.

Eine junge Teilnehmerin des Trauerzuges um den am 31. August durch einen Terroranschlag ermordeten Alexander Sachartschenko. Bis zu 150.000 Menschen versammelten sich im Zentrum von Donezk am 2. September, um vom Republikchef Abschied zu nehmen.

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Sollte sich dies bewahrheiten, dann wäre es ein weiterer Beweis dafür, dass die NATO-Staaten auch vor Mord nicht zurückschrecken, um ihre Interessen durchzusetzen. Sei es beim Massenmord an Tausenden Zivilisten im Namen von Demokratie und Menschenrechten – Korea, Vietnam, Jugoslawien, der Irak und Afghanistan sind nur einige Beispiele. Oder bei individuellen Attentaten auf Politiker, die sich nicht beugen wollen und für die Unabhängigkeit ihres Volkes kämpfen. Kürzlich, am 11. September, jährte sich der Militärputsch gegen Allende in Chile unter Beteiligung des CIA. Nachgewiesen sind auch die zahlreichen Attentatsversuche auf Fidel Castro in Kuba – um nur zwei Beispiele aus der Geschichte zu nennen.

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Die Regierung in Kiew zeigt damit nochmals deutlich ihre geringe Bereitschaft zu einer friedlichen Einigung. Überraschend ist dies nicht, da auch nach dem Waffenstillstand immer wieder Zivilisten in der DVR und der Lugansker Volksrepublik (LVR) mit Artillerie bombardiert wurden und regelmäßig Versuche der Grenzverschiebung im Frontbereich unternommen wurden. Zum Teil auf direkte Anordnung aus Kiew, zum Teil aber auch durch offen faschistische Einheiten wie "Aidar" und "Asow", die unkontrolliert die Zivilbevölkerung terrorisierten.

Das Attentat auf den Präsidenten der DVR könnte direkte Folgen für die Regulierung des Konflikts in der Ostukraine haben und erhöht in jedem Fall die Wahrscheinlichkeit einer erneuten militärischen Eskalation, nachdem der Frontverlauf nach dem Kessel von Debalzewo und dem Abschluss von "Minsk II" seit Februar 2015 weitestgehend eingefroren war. Das Außenministerium äußerte sich dazu ebenfalls:

Es ist wichtig festzustellen, dass nicht nur das Oberhaupt der DVR ermordet wurde. Ermordet wurde damit auch ein Unterzeichner der Minsker Vereinbarungen, die die Lösung des Konflikts im Donbass zum Ziel haben.

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