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Indien dementiert: "Haben Trump nie um Vermittlung im Kaschmir-Konflikt gebeten"

Indien dementiert: "Haben Trump nie um Vermittlung im Kaschmir-Konflikt gebeten"
US-Präsident Donald Trump und Indiens Premierminister Narendra Modi während des G20-Gipfels in Osaka, Japan
Indien widerspricht US-Präsident Donald Trump: Premierminister Narendra Modi habe Trump nicht um eine Vermittlung im Kaschmir-Konflikt gebeten. Trump hatte während eines Empfangs des pakistanischen Premiers Imran Khan entsprechende Aussagen getätigt.

Alles nur erfunden? Indien dementierte, dass Premierminister Modi US-Präsident Trump gebeten habe, in dem Jahrzehnte alten Kaschmir-Konflikt zu vermitteln.

"Es wurde von Premierminister Narendra Modi keine solche Anfrage an den [US-Präsidenten] gestellt", tweete Raveesh Kumar, Sprecher des indischen Außenministeriums, am Montag. "Indiens konsequente Haltung ist, dass alle offenen Fragen mit Pakistan nur bilateral diskutiert werden."

Auslöser des Dementis war eine Äußerung Trumps während des Staatsbesuchs des pakistanischen Premierministers Imran Khan in den USA. Am Montag hatte Trump Khan im Weißen Haus empfangen und während einer 40-minütigen-Presseveranstaltung scherzhaft darüber gesprochen, dass Modi ihn zwei Wochen zuvor gebeten habe, "ein Vermittler" im Kaschmirstreit zu sein.

Die Äußerung fiel, nachdem Khan das Thema Kaschmir angesprochen hatte. Er wünsche sich, dass die USA den Lösungsprozess "vorantreiben", so der pakistanische Premier. Über eine Milliarde Menschen des Subkontinents würden durch die Krise seit Jahrzehnten "als Geiseln gehalten".

"Wir haben unser Bestes getan, wir haben alle Annäherungsversuche an Indien unternommen, um den Dialog zu beginnen, unsere Differenzen durch Dialog beizulegen, aber leider sind wir nicht vorangekommen", ergänzte Khan und fügte hinzu, dass er hoffe, dass die USA – als das "mächtigste Land der Welt" – Indien und Pakistan zusammenbringen können. Die Äußerungen Trumps sind in diesem Twitter-Video zu hören:

Der Kaschmir-Konflikt geht auf die Teilung Indiens 1947 nach dem Abzug der britischen Kolonialbehörden zurück. Der Maharadscha von Jammu und Kaschmir versuchte zunächst, unabhängig und neutral zu bleiben, stellte sich aber inmitten eines territorialen Streits mit Pakistan schließlich auf die Seite Indiens.

Seitdem ist das Gebiet geteilt, wobei Pakistan den nördlichen und westlichen Teil, Indien den zentralen und südlichen Teil und China zwei Gebiete im Nordosten kontrolliert. Indien und Pakistan, beides Atommächte, haben sich wiederholt um das umstrittene Gebiet gestritten, zuletzt im Februar dieses Jahres. Indien hatte nach eigener Darstellung bei einem Luftangriff auf den pakistanischen Teil Kaschmirs eine "sehr große Anzahl" von Extremisten getötet.

Ein einflussreicher demokratischer Kongressabgeordneter sah sich nach den Äußerungen Trumps genötigt, sich beim indischen US-Gesandten zu entschuldigen. "Ich habe mich gerade bei dem indischen Botschafter Harsh Shringla für Trumps amateurhaften und peinlichen Fehler entschuldigt", tweetete der Kongressabgeordnete Brad Sherman nur Stunden nach Trumps Äußerungen.

"Jeder, der etwas über die Außenpolitik in Südasien weiß, weiß auch, dass Indien sich konsequent gegen die Vermittlung durch Dritte in Bezug auf Kaschmir wendet. Jeder weiß, dass PM Modi so etwas nie vorschlagen würde (sic)", twitterte Sherman. "Trumps Aussage ist amateurhaft und wahnhaft. Und peinlich", fügte Sherman hinzu, der den Vorsitz im Unterausschuss für auswärtige Angelegenheiten des Hauses für Asien und den Pazifik führt.

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