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China erwägt Exporteinschränkung Seltener Erden in die USA

Peking erwägt ein Exportverbot für Seltene Erden in die USA, so der Chefredakteur des chinesischen staatlich vernetzten Nachrichtenportals Global Times. Er warnte vor weiteren Vergeltungsschlägen Chinas im Zuge des eskalierenden Handelskrieges.
China erwägt Exporteinschränkung Seltener Erden in die USAQuelle: Reuters

Berichte darüber, dass China auf ein Exportverbot für Seltenerdmetalle im Handelskrieg mit den USA zurückgreifen könnte, sind seit Wochen im Umlauf. Wenn dieser Schritt umgesetzt wird, könnte er für Washington ernsthafte Probleme bedeuten, da es fast keine alternativen Quellen für diese Elemente gibt. Sie werden in einer Vielzahl von Branchen, von High-Tech bis hin zum Militär, verwendet. Der Chefredakteur des chinesischen staatlich vernetzten Nachrichtenportals Global Times Hu Xijin twitterte am Dienstag dazu:

Basierend auf dem, was ich weiß, erwägt China ernsthaft, die Exporte von Seltenen Erden in die USA zu beschränken. China könnte in Zukunft auch weitere Gegenmaßnahmen ergreifen.

Die USA haben kürzlich die Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden US-Dollar erhöht, was zu Vergeltungsmaßnahmen seitens Chinas führte. Peking erhöhte die Zölle auf US-amerikanische Produkte im Wert von 60 Milliarden US-Dollar. Allerdings wurden die für die USA lebenswichtigen Seltenerdminerale bisher nicht eingeschränkt.

Ein routinemäßiger Besuch von Präsident Xi Jinping in einer chinesischen Förderanlage für Seltene Erden erfolgte inmitten der zunehmenden Spannungen zwischen den beiden Ländern. Kurz darauf erhöhten die USA den Druck auf den chinesischen Technologieriesen Huawei. Auch wenn eine offizielle Ankündigung aus Peking nicht erfolgt ist, so hat der Besuch Befürchtungen geweckt, dass China bereit ist, die Rohstoffe, insbesondere ein Verbot ihrer Ausfuhr, als Vorteil gegenüber den USA zu nutzen.

Der Besuch von Xi in einem der großen Verarbeitungswerke für Seltene Erden habe eine "eindeutige Nachricht" an die USA übermittelt, so der unabhängige politische Analyst Alessandro Bruno. Er glaubt, dass die Exportbeschränkungen auf Seltenerdmetalle "sicherlich Waffen sind, die China in seinem Arsenal der Handelsverhandlungen gegen Trump einsetzen kann".

"China kontrolliert 85 bis 95 Prozent der gesamten Produktion und Lieferung", sagte Bruno gegenüber RT und wies darauf hin, dass US-Unternehmen stark von Seltenerdmaterialien abhängig sind und das Verbot "die globale Industrie, insbesondere die Schwellenländer, lahmlegen könnte". Der Analyst schloss:

China hat viel mehr Möglichkeiten als die USA, wenn es um Seltene Erden und Schachspiele um Seltene Erden geht.

Im Jahr 1990 waren die USA führender Produzent von Seltenen Erden, doch die Situation hat sich deutlich geändert. Im Jahr 2018 erhöhte Peking den Abbau von Seltenen Erden um 15.000 Tonnen auf 120.000 Tonnen, während die USA insgesamt nur 15.000 Tonnen produzierten. China hält 44 Millionen Tonnen der Elemente in seiner Reserve, während die USA nur 1,4 Millionen Tonnen besitzen.

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