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Konter gegen US-Mobbing: Riad droht, Ölhandel von Dollar zu lösen

Konter gegen US-Mobbing: Riad droht, Ölhandel von Dollar zu lösen
Saudi-Arabien, größter Ölexporteur und Verbündeter der USA, droht den Dollar beim Ölhandel zu umgehen.
Saudi-Arabien droht Berichten zufolge, sein Öl in anderen Währungen als dem Dollar zu verkaufen, sollten die USA ein Gesetz verabschieden, wodurch OPEC-Mitglieder US-Kartellklagen ausgesetzt wären. Den ohnehin schwankenden Petrodollar würde dies dezimieren.

Die Politik der USA im Umgang mit den OPEC-Ländern will sich jetzt sogar Saudi-Arabien nicht mehr bieten lassen. Der traditionelle Verbündete der USA hat angedroht, sein Öl in anderen Währungen als dem Dollar zu verkaufen, sollte Washington einen Gesetzentwurf verabschieden, wodurch vor US-Gerichten Kartellklagen gegen OPEC-Mitglieder eingereicht werden können. Riad habe Washington bereits mitgeteilt, dass dies seine Reaktion auf einen derartigen Verstoß gegen die souveräne Immunität der OPEC-Staaten wäre, wie Reuters unter Berufung auf mehrere Quellen, die mit der saudischen Energiepolitik vertraut sind, berichtete.

Iranische 50 Rial-Scheine.

Der "No Oil Producing and Exporting Cartels Act" (NOPEC), der im Jahr 2000 vom demokratischen Senator Herb Kohl eingeführt und 2011 von Donald Trump vorangebracht wurde, hat derweil geringe Chancen, verabschiedet zu werden. Der Legislativ-Vorschlag soll es ermöglichen, OPEC-Ölgesellschaften nach dem US-Kartellrecht zu verklagen, wenn sie versuchen, die internationalen Preise durch Begrenzung des Ölvorrats festzusetzen; eine Praxis, die regelmäßig angewandt wird, um den Weltmarkt zu stabilisieren.

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Doch die Drohung aus Riad ist ein klares Zeichen für die wachsende Unzufriedenheit über den Umgang der USA mit den OPEC-Ländern. Laut Reuters haben hochrangige saudische Energiebeamte die Möglichkeit, den Dollar zu umgehen, seit mehreren Monaten analysiert.

Aufgrund der aggressiven Außenpolitik Washingtons haben bereits Russland, Venezuela und der Iran, die alle unter harte US-Wirtschaftssanktionen gestellt wurden, ihre Energieressourcen in Euro, Yuan oder anderen traditionellen oder virtuellen Währungen verkauft.

Öl-Verträge unter Umgehung der Dollarwährung sind konkrete Herausforderungen für die US-Hegemonie auf dem Energiemarkt. Wenn Saudi-Arabien in diese Richtung weitergeht, würde dies auch einen schweren Schlag für die geopolitische Strategie der USA bedeuten.

Saudi-Arabien, das ein Zehntel der Weltproduktion kontrolliert, schloss 2018 Ölabkommen über 356 Milliarden US-Dollar ab, womit es es der größte Ölexporteur der Welt ist.

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