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Russland und Iran stoßen US-Dollar zugunsten nationaler Währungen ab

Russland und Iran stoßen US-Dollar zugunsten nationaler Währungen ab
Iranische 50 Rial-Scheine.
Moskau und Teheran haben sich im bilateralen Handel "im Wesentlichen" vom US-Dollar gelöst und nutzen hauptsächlich Rubel und Rial für Zahlungen, teilte der russische Botschafter in Teheran mit. Das EU-Zahlungssystem INSTEX dagegen werfe zahlreiche Fragen auf.

Die Hinwendung zum Devisenhandel war sowohl für Russland als auch für den Iran ein "lebenswichtiges" Thema. Und die beiden Länder planen, "alle verfügbaren Mittel" zu nutzen, um diese Bemühungen zu verstärken, sagte Lewan Dshagarjan in einem Interview mit TASS.

"Wir haben den [Anteil vom] US-Dollar in Zusammenarbeit mit den Iranern bereits wesentlich gesenkt. Wir werden uns auf den russischen Rubel und den iranischen Rial verlassen, im Falle einer dringenden Notwendigkeit auf den Euro, wenn wir keine anderen Optionen haben", erklärte der Diplomat. Er fügte hinzu, dass die Banken-Strukturen in beiden Ländern das Potenzial haben, diese "schwierige" Aufgabe zu bewältigen.

US-Soldaten sind am 23. November 2016 neben ihren gepanzerten Fahrzeugen in der Nähe einer irakischen Militärbasis am Rande von Mossul zu sehen.

Trotz der Bemühungen der europäischen Länder, den Handel mit der Islamischen Republik Iran aufrechtzuerhalten, nachdem die USA aus dem Atomabkommen ausgeschieden sind, treffen ihre Bemühungen immer noch nicht vollständig die Interessen Teherans, glaubt Dshagarjan.

Der Diplomat sagte, dass das kürzlich von Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich geschaffene Zahlungssystem zur Erleichterung des Handels mit dem Iran "mehr Fragen aufwirft, als es beantwortet", und behauptete, dass es die Situation für Teheran nicht verändert.

Er erklärte, dass dieses Instrument zur Unterstützung der Handelsbörsen INSTEX nur Punkte abdeckt, die nicht auf der schwarzen Liste der USA stehen, aber nicht für wichtige Handelsbereiche des Iran gelten.

"Öl ist der wichtigste [Sektor] für den Iran. Es ist eine große Frage, ob Europa das richtige Volumen an Ölexporten und den Fluss von Einnahmen in den iranischen Haushalt zulassen kann", beschrieb Dshagarjan. "Die EU-Länder sollten zeigen, dass sie eine unabhängige Außenpolitik betreiben können, ohne Warnungen von ausländischen Partnern zu fürchten."

Russland - zusammen mit mehreren anderen Ländern, darunter Indien, China und die Türkei - hat die Bemühungen zur Bekämpfung der Dominanz der US-Währung im Welthandel angesichts der steigenden Spannungen mit Washington beschleunigt. Im vergangenen Jahr forderte der russische Präsident Wladimir Putin die Mitgliedsstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion (EEU) auf, ein gemeinsames, dollarfreies Zahlungssystem zur "Stärkung der wirtschaftlichen Souveränität" zu schaffen. Der Block, der aus Russland, Kasachstan, Weißrussland, Kirgisistan und Armenien besteht, baute Freihandelsabkommen mit mehreren Partnern auf der ganzen Welt auf, darunter Iran und China.

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