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Es ist wieder amtlich: USA investieren zehnmal mehr Geld in Rüstung als Russland

Es ist wieder amtlich: USA investieren zehnmal mehr Geld in Rüstung als Russland
Auf den Jungferninseln in der Karibik zieht das US Marine Corps im September 2017 seine Ausrüstung von einer MV-22B Osprey auf das Deck des Flugzeugträgers USS Kearsarge.
Washington hat 2018 mehr als zehnmal mehr Geld für sein Militär ausgegeben als Russland. Das geht aus einer Studie hervor, die heute auf der Münchner Sicherheitskonferenz vorgestellt wurde. Dennoch wird Russland in München wieder zur Bedrohung erklärt.

Wie aus dem Jahresbericht des Internationalen Instituts für Strategische Studien (IISS) hervorgeht, stehen die USA bei den Rüstungsinvestitionen mit Abstand auf Platz eins. Der US-Verteidigungshaushalt soll im vergangenen Jahr bei 643,3 Milliarden US-Dollar (570,4 Milliarden Euro) und damit weit vor aufstrebenden Militärmächten wie China und Saudi-Arabien gelegen haben.

Peking kam laut IISS-Experten auf 168,2 und Riad auf 82,9 Milliarden Dollar (149,1 beziehungsweise 73,5 Milliarden Euro). Mit 63,1 Milliarden Dollar (55,9 Milliarden Euro) belief sich Moskaus Verteidigungshaushalt 2018 auf weniger als ein Zehntel von dem der USA.

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Deutschland gab dem Bericht zufolge 45,7 Milliarden Dollar (40,5 Milliarden Euro) für die Rüstung aus. Das Militärbudget der europäischen NATO-Länder beträgt insgesamt 264 Milliarden Dollar (234,1 Milliarden Euro).

Ein Mann betrachtet das Raketen-Segment Patriot Advanced Capability (PAC-3) des Enhancement-Models (MSE) von Lockheed Martin auf einer internationalen Waffenmesse.

Man solle die Zahlen allerdings nicht als Argument nehmen, die Verteidigungsausgaben in Europa wieder zu reduzieren, sagte der IISS-Experte François Heisbourg auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

Die Russen bekommen viel Schlagkraft aus dem Geld, das sie investieren", zitieren deutsche Medien Heisbourg. In Europa sei dies nicht unbedingt der Fall.

Zuvor hatte der US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, die Verteidigungsausgaben Deutschlands in Höhe von 1,5 Prozent des BIP als ungenügend kritisiert. "Russland steht vor der Haustür", sagte er gegenüber der Welt am Sonntag. Man müsse die NATO daher weiter stärken.

In einem Gespräch mit Sputnik wies der Friedensforscher Lühr Henken diesen Argument zurück. "Man unterstellt, dass Russland irgendwelche Pläne ausheckt, um Westeuropa oder das Baltikum oder NATO-Gebiet anzugreifen. Diese Begründung ist falsch und eine Erfindung. Die russische Seite ist im konventionellen Bereich wesentlich schwächer als die NATO", sagte Henken. 

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Die NATO habe rund zwei- bis dreimal so viel an konventionellen Kräften zur Verfügung wie Russland, sodass für die russische Seite ein Angriff "Selbstmord" wäre. "Die Begründung ist eine Lüge", so der Experte und Friedensaktivist.

Eine Panzerbesatzung der U.S. Army M1A1 Abrams während der Übung Combined Resolve XI an der Seite eine Reihe von gepanzerten Fahrzeugen der ukrainischen Armee, Hohenfels, Deutschland, 10. Dezember 2018.

Stoltenberg: "Wir haben uns geeinigt, dass Russland schuld ist"

Neue russische Raketen bedrohen München, behauptete der NATO-Generalsekretär Jens Soltenberg am Freitag auf der 55. Münchner Sicherheitskonferenz. Das erklärte er als Beispiel im Zusammenhang mit dem Vorwurf, Russland verletze mit neuen Mittelstreckenraketen den INF-Vertrag.

​Stoltenberg behauptete außerdem, Moskau senke damit die Schwelle zum Nuklearkrieg. Russlands Präsident Wladimir Putin habe 2007 in München angekündigt, aus dem INF-Vertrag zu den atomaren Mittelstreckenraketen aussteigen zu wollen. "Wir haben uns geeinigt, dass Russland den Vertrag bricht", sagte Stoltenberg.

Es gebe immer mehr russische Raketen in Europa, nicht US-amerikanische, sagte Stoltenberg weiter. Die NATO werde für die notwendige Abschreckung sorgen, erklärte er weiter.

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