icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Jemen: Mütter müssen entscheiden, welches Kind hungert

Jemen: Mütter müssen entscheiden, welches Kind hungert
Binnenflüchtlinge in Sanaa, Jemen, 1. November 2018.
Die Hilfsorganisation Action Against Hunger schildert die katastrophale humanitäre Lage im Jemen: Mütter seien oft vor die Wahl gestellt, wer mit den knappen Lebensmitteln versorgt wird. Rund 85.000 Kinder unter fünf Jahren starben bereits an Unterernährung.

Die Friedensverhandlungen in Schweden zwischen den verfeindeten Parteien der Huthis und der saudisch geführten Koalition wurden beendet. Der Erfolg der Gespräche ist ein ausgehandelter Waffenstillstand für den Hafen Hudaydah, über den 80 Prozent der dringend benötigten Hilfsmittel ins Land transportiert werden. Die drohende Hungersnot aber bleibt. Rund 53 Prozent der Bevölkerung sind auf Hilfslieferungen angewiesen, 14 Millionen droht der Hungertod. 

Vertreter der Huthi-Rebellendelegation (L) und Vertreter der Delegation der jemenitischen Regierung (R) auf Schloss Johannesberg in Rimbo, nördlich von Stockholm, Schweden, am 11. Dezember 2018.

Valentina Ferrante von Action Against Hunger macht die Not deutlich: 

Wenn eine Familie nicht über die notwendigen wirtschaftlichen Ressourcen verfügt, um die gesamte Familie zu ernähren, dann wählen sie, wer ernährt wird. Manchmal kommt man an den Punkt, an dem eine Mutter einfach gezwungen ist, bestimmte Familienmitglieder nicht zu füttern, am ehesten die Jüngsten. 

Rund 85.000 Kinder unter fünf Jahren sind bereits an Unterernährung gestorben. Säuglingen werde oft Reiswasser statt Milch zugeführt. Die noch käuflichen Lebensmittel sind unerschwinglich. Umkämpfte Gebiete, die von Luftangriffen der saudisch geführten Koalition bombardiert werden, sind für die Hilfsorganisationen weiterhin nur schwer zugänglich. 

Mehr zum Thema Fehler in der Buchhaltung: US-Steuerzahler zahlen für Treibstoff saudischer Kampfjets im Jemen

Am Donnerstag stimmte der US-Senat für ein Ende der Unterstützung des saudisch geführten Krieges. Bislang ist dies aber nur ein symbolischer Akt gegen die Politik des US-Präsidenten Donald Trump. Auch nach dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi wollte Trump den saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman, der in den Mord verwickelt sein soll, nicht abstrafen und die Waffengeschäfte mit Saudi-Arabien weiterführen. Die Huthis bezeichneten die USA als Kriegspartei im Jemen. Ein Ende des Involvements der USA kann erst durch den neuen Kongress besiegelt werden. 

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen