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"Wegen systematischem Terror im Irak" - US-Anwälte fordern 10 Milliarden US-Dollar vom Iran

"Wegen systematischem Terror im Irak" - US-Anwälte fordern 10 Milliarden US-Dollar vom Iran
Sektion 60 des Nationalfriedhofs in Arlington, Virginia. Viele US-Soldaten aus den Kriegen im Irak und Afghanistan liegen hier begraben.
Der dritte Irakkrieg und seine verheerenden Folgen basieren auf einer der größten Propandalügen der jüngeren Zeitgeschichte. Mittels einer Sammelklage wollen US-Anwälte den Spieß jetzt umdrehen. Es geht um den Tod und die Verstümmelung von US-Soldaten.

Für den Zeitraum zwischen 2004 und 2011 sollen mehr als 1.000 tote und schwer verletzte US-Soldaten im Irak auf das Konto des Iran gehen. Dies geht zumindest aus den Unterlagen einer kleinen Anwaltskanzlei aus dem US-Bundesstaat New Jersey und eines Anwalts aus Arkansas hervor.

Ein irakischer Soldat erschießt einen islamistischen Selbstmordattentäter in Mossul, Irak, 3. März 2017.

Jetzt werden die verletzten Veteranen und Gold-Star-Familien ihren Tag im Gericht haben", jubiliert die Military Times.

Konkret will man Informationen über 90 Angriffe haben, bei denen iranische "Waffen, Materialien, Training und weitere Unterstützung" zu schwersten Verletzungen von US-Soldaten im Irak geführt hätten.

Am Montag begann auf dieser Basis nun ein dreitägiges Verfahren vor einem US-Bundesgericht. Ein Verfahren besonderer Natur.

Es (das Gerichtsverfahren) wird nicht vergleichbar sein mit Verfahren, die den meisten bekannt sind und in denen zwei Seiten ihre Argumente vor einer Jury vorbringen. Der Iran hat keinen Anwalt, der ihn vor Gericht vertritt, und es gibt keine Jury", wird präzisiert.

Seit dem Jahr 2016 tragen die Anwälte Material zusammen, dass vermeintlich den Beweis für die Verantwortung Teherans führt. Bezirksrichterin Colleen Kollar-Kotelly ist nun mutmaßlich damit befasst, zu prüfen, ob der Iran auf dieser Basis angeklagt werden kann.

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Sollten sich die Anwälte durchsetzen, wäre der Weg für Kompensationszahlungen an die Opfer frei. Die Islamische Republik würde jedoch nicht direkt zur Kasse gebeten. Die Ausschüttung der Gelder würde demzufolge über einen Fonds abgewickelt, der Geld im Zusammenhang mit Terroraktivitäten von Banken sammelt, die an ähnlichen Programmen, Verhandlungen zwischen Staaten und Beschlagnahmungen von Geldern beteiligt seien.

Um die Richterin von der Stichhaltigkeit der Beweisführung zu überzeugen, wurden 174 Exponate, Dokumente, US-Militärberichte und forensische Dokumente vorgelegt, um den Iran nicht nur für den Tod und die Verwundung von US-Soldaten verantwortlich zu machen, sondern auch der "Unterstützung von Terrorgruppen" zu bezichtigen.

Nach Ansicht der Opferanwälte hat das iranische "Regime" auf vielfältige Weise "aufständische Gruppen im Irak unterstützt". Eine Maßnahme steche dabei jedoch besonders hervor und habe den größten Schaden angerichtet – der EFP-Sprengkörper. Diese Sprengsätze mit projektilbildender Ladung seien die Waffe der Wahl von "Aufständischen und Terroristen" gegen die US-Streitkräfte gewesen.

Brian Hook, der US-Sonderbeauftragte für den Iran, spricht am 29. November 2018 auf der Militärbasis Anacostia-Bolling in Washington mit Reportern.

Die Spur führe deshalb zum Iran, da es sich um eine Art von Waffe handele, die nicht wie die üblichen improvisierten Sprengsätze in einer "heruntergekommenen Garage" zusammengezimmert werden könne. Sie erfordere bei der Fertigung vielmehr ausgesuchte Ingenieurskunst, die eben klar auf den Iran verweise. Dies sei auch wissenschaftlich bestätigt.

Wenn ein EFP bei Angriffen verwendet wurde, können wir diese zuverlässig bis in den Iran zurückverfolgen", argumentierte zu diesem Zweck etwa Peter Raven-Hansen, seines Zeichens Rechtsprofessor an der George Washington University.

Raven-Hansen zufolge hofft die Anklage, nachweisen zu können, was das US-Militär ohnehin seit langem wisse, ohne dass die Öffentlichkeit sich dessen ausreichend bewusst sei: dass der Iran eine Rolle bei der systematischen Tötung und Verstümmelung von US-Truppen gespielt habe.

Knapp 6.000 US-Opfer "staatlich geförderten Terrorismus" könnten dementsprechend ein Recht auf Entschädigungszahlungen aus dem eingerichteten Fonds haben.

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