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Halbe Million Kriegstote: Studie zieht erschreckende Bilanz der US-Einsätze nach 9/11

Halbe Million Kriegstote: Studie zieht erschreckende Bilanz der US-Einsätze nach 9/11
Ein irakischer Soldat erschießt einen islamistischen Selbstmordattentäter in Mossul, Irak, 3. März 2017.
Ungefähr 500.000 Menschen sind in den Kriegen der USA nach den Attentaten vom 11. September ums Leben gekommen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Brown University in Providence. Noch nicht eingerechnet sind die Gefallenen des Syrienkriegs.

Eine Studie des Watson Institute for International and Public Affairs, die in diesem Monat veröffentlich wurde, beziffert die Anzahl der Kriegstoten in Afghanistan, Pakistan und dem Irak auf ca. 480.000 bis 507.000 Menschen.

Die Kontrolle über das Land ist auf Rekordtief, die Verluste auf Rekordhoch für afghanische Sicherheitskräfte.

Der Report beschränkt sich auf "direkte" Kriegstote, also unmittelbar im Kampf Gefallene. Indirekte Opfer eines Konflikts leiden langfristig. Die Folgen für die Gesundheit der Menschen in Kriegsgebieten, z.B. durch den Verlust des Zugangs zu Nahrung, Wasser und Krankenhäusern, sind noch schwerer zu erfassen.

In Afghanistan sind der Studie nach 42.000 gegnerische Kämpfer umgekommen, ca. 2.400 US-amerikanische Soldaten und knapp 4.000 Angehörige privater Sicherheitsunternehmen. Den Großteil militärischer Opfer hat mit 58.000 Toten aber die nationale Armee beziehungsweise das afghanische Polizei zu verzeichnen.

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Ungefähr 38.500 Zivilisten, 400 Mitarbeiter von NGOs und 50 Journalisten sind in den 17 Jahren getötet wurden. Zusammen kommt der Bericht auf 147.000 Tote in Afghanistan.

Im Irak stehen den insgesamt rund 8.000 getöteten US-amerikanischen Soldaten und Subunternehmern geschätzte 182.000 bis 204.000 Zivilisten gegenüber. Einheimisches Militär und Polizei haben in den 15 Jahren von 2013 bis heute rund 42.000 Angehörige verloren. 245 Journalisten und 62 NGO-Mitarbeiter sind ebenfalls getötet worden.

Halbe Million Kriegstote: Studie zieht erschreckende Bilanz der US-Einsätze nach 9/11
Direkte Todesfälle in den Kriegsgebieten: Afghanistan, Pakistan, Irak

Trotz größtmöglicher Sorgfalt geht die Autorin der Studie, Neta Crawford, davon aus, dass viele Tote nie erfasst wurden. Grund dafür ist die unzureichende Datenlage, die in den gefährlichen Gebieten per se nicht vollständig sein kann. Viele NGOs, die die Gefallenen auf allen Seiten eines Konflikts zählen, verwesen auch immer auf die hohe Unsicherheit ihrer Ergebnisse. Die Wissenschaftlerin geht von Zehntausenden aus, die bei der Rückeroberung von Mossul durch die Anti-IS-Koalition getötet wurden, aber nie in einer Statistik auftauchen werden.

Kritik an Haltung des Pentagons

Das Verteidigungsministerium hat sich verpflichtet, ab 2018 jährlich einen Bericht zum Stand der zivilen Opfer seiner militärischen Aktionen abzuliefern. Im ersten Report vom Juni 2018 war von einer Gesamtzahl von 499 Opfern und 167 Verwundeten für das Jahr 2017 die Rede. Diese gelte für alle Einsätze im Irak, in Syrien, in Afghanistan und im Jemen.

Die NGO Airwars schätzen jedoch, dass seit dem Jahr 2014 allein im Irak 6500 Zivilisten durch Luftangriffe umgekommen sein sollen. Die russischen Streitkräfte sollen in Syrien seit 2016 zwischen 12.000 und 19.000 Zivilisten getötet haben.

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