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Corona-Fall in Berlin: 60 Kontakt-Personen identifiziert – Tropical-Islands-Angestellte negativ

Corona-Fall in Berlin: 60 Kontakt-Personen identifiziert – Tropical-Islands-Angestellte negativ
Eine Laborantin arbeitet mit einer Pipette am Institut für Virologie der Charité Berlin, wo Untersuchungen zum Coronavirus durchgeführt werden.
In Berlin wurde der erste Infizierte mit Coronavirus registriert. Es handelt sich um einen jungen Mann, der zuvor Besuch von seinen Eltern aus Nordrhein-Westfalen hatte. Rund 60 Kontakt-Personen wurden identifiziert. Eine Schule stellt bis Dienstag den Unterricht ein.

Der erste bestätigte Corona-Fall in Berlin ist ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Mitte. Der infizierte Berliner wird in der Isolierstation im Virchow-Klinikum der Charité behandelt. Bis jetzt sollen insgesamt 60 Personen identifiziert worden sein, zu denen er Kontakt hatte.

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Coronavirus zufällig entdeckt

Er hat sich laut offiziellen Angaben am Sonntag in einer Rettungsstelle gemeldet. Dazu sagte am Montag in Berlin der Ärztliche Direktor des Klinikums Charité, Ulrich Frei:

Aus unserer Sicht ist der Fall sozusagen zufällig, aber aufgrund einer Überlegung von uns jetzt glücklich diagnostiziert worden. Er kam mit einer völlig anderen Symptomatik, die nicht auf Corona hinwies. Und er ist aufgrund unserer Doppel-Diagnostik, die wir seit einer Woche eingeführt haben, dennoch erfasst worden, und insofern können die weiteren Konsequenzen jetzt daraus gezogen werden.

Da die Charité jetzt Influenzatests mit einem Test auf das Coronavirus verbinde, sei die Infektion festgestellt worden. Am Tag zuvor hatte sich der 22-Jährige im Tropenmedizinischen Zentrum in Mitte eine Reiseimpfung geholt. "Danach hat sich sein klinischer Zustand verschlechtert, er war desorientiert, deshalb haben seine Mitbewohner die Feuerwehr gerufen", sagte Frei.

Der Patient war zunächst nach Hause geschickt worden

Gegen vier Uhr wurde er ins Virchow-Klinikum gebracht. Er sei bei der Einlieferung fiebrig gewesen, hatte Gliederschmerzen und zeigte Anzeichen einer oberen Atemwegsinfektion, sagte Frei. Er habe angegeben, seit zwei Wochen Erkältungssymptome zu haben. Nachdem ein Abstrich auf Influenza vorgenommen wurde, der über Stunden negativ ausfiel, wurde er gegen 12 Uhr entlassen. Bei dem Influenza-Test sei der Corona-Test mitgemacht worden, der dann positiv ausfiel. Daraufhin wurde der 22-Jährige zu Hause aufgesucht und in Begleitung eines Amtsarztes in die Klinik gebracht, wo er nun isoliert behandelt wird.

Wie der Mann sich mit dem Virus SARS-CoV-2 infiziert habe, wisse man nicht. "Es gibt eine leise Spur nach Nordrhein-Westfalen", sagte Frei. Die Eltern des Mannes leben dort und hatten ihn am Wochenende zuvor besucht. 

Dilek Kalayci (SPD), Berlins Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, hatte bereits am Sonntagabend über den Kurznachrichtendienst Twitter geschrieben: 

Der Zustand des Mannes sei stabil.

60 Kontaktpersonen sind laut Kalayci inzwischen identifiziert worden. Diese müssten noch untersucht werden. Darunter seien die Eltern, Mitbewohner und Kollegen des Mannes sowie Angestellte in der Rettungsstelle. Alle jetzt Identifizierten seien zuhause isoliert und würden nun auf das Coronavirus getestet. Spätestens am Dienstag sei klar, ob unter ihnen weitere Infizierte sind.

Coronavirus-Test bei 90 Tropical-Islands-Mitarbeitern 90 Mal negativ

Eine Entwarnung gab es inzwischen bei 90 Mitarbeitern des Erlebnisbades Tropical Islands in Brandenburg. Die Tests auf das neuartige Coronavirus sind bei ihnen negativ ausgefallen. Dem Landkreis Dahme-Spreewald lagen bis Montagnachmittag 90 von 104 Testergebnissen vor, wie das Landratsamt in Lübben mitteilte. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass sich ein Coronavirus-Infizierter aus Nordrhein-Westfalen im Tropical Islands aufgehalten habe. Für Badegäste gab es Entwarnung: Der Mann habe demnach keinen engeren Kontakt zu anderen Gästen gehabt. Näheren Kontakt habe es indessen zu Mitarbeitern gegeben, etwa bei der Essensausgabe.

Berliner Schule stellt vorsorglich Betrieb ein

Weil es offenbar eine Verbindung von dem ersten infizierten Mann in der Hauptstadt zur Elternschaft gab, verkündete eine Schule in Berlin, ihren Betrieb vorläufig bis Dienstag einstellen zu wollen. Laut einem Bericht der Berliner Zeitung werde die private Schule Metropolitan School demnach vorsorglich Montag und Dienstag geschlossen bleiben. Die Schulleitung betonte demnach, dass der Schritt nur vorsorglich erfolgt sei. An der Schule selbst gebe es keinen Verdachtsfall.

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