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Hamsterkäufe wegen Corona-Panik: Einzelhandel meldet riesiges Umsatzplus

Hamsterkäufe wegen Corona-Panik: Einzelhandel meldet riesiges Umsatzplus
Nach den ersten Corona-Fällen neigen immer mehr Verbraucher zu Hamsterkäufen. Gefragt sind haltbare Lebensmittel und Getränke sowie Hygieneartikel wie Reinigungstücher oder Desinfektionsmittel. Der Einzelhandel ist aber auf den Ansturm vorbereitet, so ein Sprecher.

Dem deutschen Einzelhandel bereiten erste Hamsterkäufe wegen der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland bislang keine Sorgen. Die Lieferstrukturen im Handel seien effizient und gut vorbereitet, die Versorgung der Bevölkerung ist gewährleistet, sagte der Sprecher des Handelsverbands Deutschland, Kai Falk am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

29. Februar 2020, Daegu in Südkorea: Soldaten der südkoreanischen Armee tragen Schutzkleidung und versprühen Desinfektionsmittel am Bahnhof Dongdaegu. Die Zahl der Infektionsfälle mit dem neuartigen Coronavirus in Südkorea ist binnen 24 Stunden um fast 600 gestiegen.

Einschränkungen bei der Warenverfügbarkeit im Handel seien bislang nicht festzustellen, sagte Falk weiter. Wie die weitere Verbreitung des Virus die Konsumstimmung und das Kaufverhalten beeinflusst, bleibe abzuwarten. Die Unternehmen seien mit den Behörden in Kontakt, um auf weitere Entwicklungen und Empfehlungen zum Schutz der Kunden und Mitarbeiter angemessen reagieren zu können.

Auch Günter Päts, Vize-Geschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, gab Entwarnung: Trotz erster Hamstereinkäufe wegen der Verbreitung des Coronavirus in Deutschland gebe zurzeit keine Lieferengpässe bei Lebensmitteln oder Hygieneartikeln.

Wir sind in der Lage nachzuliefern", sagte der Vize-Geschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Günter Päts, am Samstag der Deutschen Presse-Agentur.

In den Supermärkten in Berlin und Brandenburg sei der Umsatz in dieser Woche 30 bis 40 Prozent gestiegen.

Den Handel freut's", sagte Päts.

Aufgrund der begonnenen Fastenzeit habe die Branche nicht mit einer so großen Nachfrage gerechnet.

Vor allem Seifen und Desinfektionsmittel seien verstärkt verkauft worden, schilderte Päts. In den Supermärkten seien haltbare Lebensmittel besonders gefragt. Besonders ein Produkt erlebt laut Päts dank Corona ein Comeback: Das Büchsenbrot.

Lange Jahre war das Brot weniger oder gar nicht gefragt", sagte Päts.

Der Discounter Lidl hatte bereits am Freitag in einigen Regionen und Filialen "deutlich erhöhte Abverkäufe" verzeichnet, beispielsweise bei Konserven und Nudeln. Auch Aldi Süd hatte von einer verstärkten Nachfrage berichtet. Der Großflächendiscounter Kaufland hatte eingeräumt:

Bei stark nachgefragten Produkten kann es kurzfristig zu Engpässen kommen."

Der Ökonom Marcel Fratzscher sieht in solchem "Herdenverhalten" eine Gefahr – ähnlich wie bei der unlängst an den Börsen ausgebrochenen Panik.

So etwas gibt es auch bei Unternehmen und Konsumenten. Das ist zum Teil sehr irrational", sagte der Chef des Berliner Forschungsinstituts DIW der Passauer Neuen Presse am Samstag.

Fratzscher warnte vor einer "Teufelsspirale", in der Firmen und Verbraucher auf die vielen Unsicherheiten mit Verhaltens- und Nachfrageänderungen reagieren.

Ein Abwärtsstrudel ist möglich. Die größte Gefahr wäre Panik."

Der Greifswalder Mediziner Nils Hübner warnte am Samstag vor Hamsterkäufen. Ihm seien weder aus China noch Norditalien Meldungen über Hunger bekannt. Er erwarte auch nicht, dass in Deutschland eine solche Mangelsituation auftauche. Zudem würden viele Lebensmittel wieder weggeworfen. Er sehe auch die psychologische Komponente von Hamsterkäufen:

Wenn die Menschen vor leeren Regalen stehen, führt das wieder zu Hamsterkäufen. Das ist ein selbstverstärkender Prozess."

(dpa/rt)

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