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100 Jahre nach ihrer Ermordung: Tausende ehren Luxemburg und Liebknecht in Berlin

100 Jahre nach ihrer Ermordung: Tausende ehren Luxemburg und Liebknecht in Berlin
Die DKP hatte ihre Mitglieder dazu aufgerufen, sich am Trauerzug in gelben Westen zu beteiligen.
Jedes Jahr wird in Berlin an die KPD-Gründer Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg erinnert. Am 15. Januar jährt sich der Tag ihrer Ermordung seitens von der SPD eingesetzten Freikorps zum 100. Mal. Am Sonntag beteiligten sich über 15.000 Personen am Trauerzug.

Zehntausende Menschen haben in der Hauptstadt der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht vor 100 Jahren gedacht. An der Gedenkstätte der Sozialisten am Zentralfriedhof Friedrichsfelde wurden am Sonntag Kränze und rote Nelken für die Revolutionäre niedergelegt. 

100 Jahre nach ihrer Ermordung: Tausende ehren Luxemburg und Liebknecht in Berlin
Zu der Demonstration ruft jährlich ein breites Bündnis auf.

Auch an der jährlichen Luxemburg-Liebknecht-Demonstration beteiligten sich in diesem Jahr besonders viele Bürger. Die Veranstalter sprachen von über 15.000 Teilnehmern. In den traditionellen Trauerzug hatten sich in den vergangenen Jahren stets Tausende Menschen eingereiht. Viele Teilnehmer erschienen in gelben Westen und bekundeten ihre Solidarität mit den Gelbwesten in Frankreich.

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Die Parteispitze der Linken, die sich nicht an der Demonstration beteiligt, kam morgens zu dem Friedhof im Osten Berlins. Die Bundesvorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger sowie die Vorsitzenden der Bundestagsfraktion, Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, legten Kränze mit Nelken und Gerbera nieder. Auch Oskar Lafontaine, Fraktionschef der Linken im Saarland und Ehemann von Wagenknecht, nahm teil. Egon Krenz, letzter Generalsekretär der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands, sowie Hans Modrow, letzter Regierungschef der DDR, erschienen wie in den Jahren zuvor ebenfalls.

100 Jahre nach ihrer Ermordung: Tausende ehren Luxemburg und Liebknecht in Berlin

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Parteichef Riexinger hatte der Deutschen Presse-Agentur vorab gesagt: "Ich finde, Rosa Luxemburg ist die wichtigste Theoretikerin zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zu ihrem Tod." Parteikollegin Wagenknecht hatte auf Anfrage gesagt:

Sie war eine leidenschaftliche Kämpferin für Frieden und soziale Gerechtigkeit, eine kluge und sprachgewaltige Theoretikerin des Kapitalismus und außerdem eine einfühlsame Frau, die das Leben, die Natur und die Menschen sehr geliebt hat.

Luxemburg und Liebknecht wurden am 15. Januar 1919 in Berlin von Freikorps-Soldaten, die der sozialdemokratische Reichswehrminister Gustav Noske eingesetzt hatte, erschossen, nachdem sie im Hotel Eden stundenlang grausam gefoltert wurden.

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