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Exklusiv: Bauordnungsbehörde wird Kabeltrassen am BER so nicht genehmigen

Exklusiv: Bauordnungsbehörde wird Kabeltrassen am BER so nicht genehmigen
Die Kabelverlegung auf der Baustelle des Flughafens BER ist ein Dauerthema. Nun erklärt die zuständige Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald gegenüber RT Deutsch, dass es für die Kabeltrassen im gegenwärtigen Zustand keine Genehmigung geben wird.

Im Dezember veröffentlichte RT Deutsch einen Artikel, in dem beschrieben wurde, warum die chaotische und fehlerhafte Verlegung von Kabeln auf der Baustelle des geplanten Flughafens Berlin-Brandenburg diesen bei Inbetriebnahme zu einem Sicherheitsrisiko machen würde.

Konkret ging es um die gemischte Verlegung von E-90-Kabeln mit Funktionserhalt, die auch im Brandfall sicherheitsrelevante Anlagen noch für eine bestimmte Mindestdauer mit Strom versorgen können, mit anderen, gewöhnlichen Kabeln. Denn die E-90-Kabel können unter diesen Umständen im Ernstfall nicht ordnungsgemäß ihre Sicherheitsfunktion entfalten, unter anderem wären Entrauchung und Frischluftzufuhr somit im Brandfall nicht mehr gewährleistet.

Mehr als Kabelsalat

Nach Veröffentlichung des Artikels fragte RT Deutsch gezielt bei der Flughafengesellschaft und der Bauaufsichtsbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald nach, ob ihnen die Probleme bei der Kabelverlegung bekannt sind und welche Schlüsse sie daraus ziehen.

Kathrin Westhölter, Sprecherin des Flughafens Berlin Brandenburg, erklärte dazu:

Die Abarbeitung von Mängeln am Fluggastterminal des Flughafens Berlin Brandenburg (BER) gehört derzeit noch zu den Hauptaufgaben. Dazu werden sämtliche Bereiche des Terminals vom TÜV systematisch mehrfach überprüft. Die festgestellten Mängel werden durch Fachfirmen beseitigt. Das gilt für alle Verkabelungen im gesamten Gebäude.

Vom Pressereferenten des Landkreises, Bernhard Schulz, kam diese Antwort:

Der Sachverhalt ist der Bauordnungsbehörde des Landkreises Dahme-Spreewald bekannt. In diesem Zustand wird es keine Genehmigung für die Kabeltrassen geben. […]Die Flughafen Berlin Brandenburg GmbH hat sich als Bauherr den ihr bekannten Problemen [zuzuwenden] und Mängel auf der Baustelle entsprechend zu beseitigen.

Das Problem dabei: Mängelbeseitigung bedeutet in diesem Fall nicht den Austausch einzelner Kabel, zumal die Bauleitung nicht einmal einen Überblick über die verlegten Kabel zu haben scheint. Um das Problem der Fehl- und Überbelegung der Kabeltrassen zu lösen, müssten sämtliche Kabel vollständig neu verlegt werden. Dass das nicht in wenigen Monaten zu leisten ist, liegt auf der Hand. Die Frage ist, ob es beim gegenwärtigen Stand der Bauarbeiten überhaupt noch möglich ist.

Der gegenwärtig geplante Eröffnungstermin Oktober 2020, der eine Beseitigung der Mängel bis zum Juni 2019 voraussetzt, dürfte jedenfalls nicht mehr zu halten sein - auch wenn die Flughafengesellschaft öffentlich immer noch an diesem Termin festhält. Darüber hinaus stellt sich mit neuerlichem Nachdruck die Frage, ob der BER angesichts dieses einen Problems - und aller weiteren Probleme, wie denen mit der Entrauchungsanlage - überhaupt jemals fertiggestellt werden kann.

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