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Vor allem an Grundschulen: Gewalt gegen Lehrer nimmt zu

Vor allem an Grundschulen: Gewalt gegen Lehrer nimmt zu
Lehrer mit Mundschutzmaske im Präsenzunterricht.
Laut einer Umfrage ist die Zahl der verbalen und körperlichen Angriffe auf Lehrer in Deutschland deutlich gestiegen. Insgesamt wurden 1.302 Schulleiter befragt. Einige Schultypen sind stärker betroffen. Auch Mobbing übers Internet spielt eine Rolle.

Die Zahl der Schulleiter, die von körperlichen oder verbalen Angriffen auf Lehrer in ihrer Einrichtung berichten, ist einer Umfrage zufolge deutlich gestiegen. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 1.302 Schulleiter der Bundesrepublik Deutschland befragt. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) stellte am Donnerstag bei einer Online-Pressekonferenz Ergebnisse einer repräsentativen Forsa-Befragung im Januar und Februar dieses Jahres vor.

Die Einschulung wie hier am 15. August in der Grundschule im Panketal in Berlin-Karow ist schon mal geschafft. Nun will Berlin mithilfe von CO2-Messgeräten das Risiko senken, sich im Klassenraum mit dem SARS-CoV2-Virus zu infizieren.

Jede dritte Schulleitung (34 Prozent) in Deutschland gab demnach an, dass es in den vergangenen fünf Jahren an ihrer Einrichtung zu Fällen kam, in denen Lehrer körperlich angegriffen wurden. Bei der gleichen Befragung 2018 sagten noch 26 Prozent der Schulleiter, es habe körperliche Angriffe auf Lehrer in den vergangenen fünf Jahren gegeben.

Deutlich mehr Schulen berichteten im Vergleich zu 2018 auch von Beschimpfungen, Drohungen, Beleidigungen, Belästigungen oder Mobbing gegen Lehrkräfte. 61 Prozent gaben an, es habe in den vergangenen Jahren entsprechende Fälle gegeben. 2018 sagten das 48 Prozent. Die Zahl der Befragten, die von Angriffen und Belästigungen über das Internet berichteten, nahm ebenfalls zu. (32 Prozent, 2018: 20 Prozent).

Beim Blick auf die einzelnen Schultypen zeigt sich: Körperliche Angriffe werden am häufigsten von Grundschulen gemeldet. Dort berichteten 40 Prozent der Schulleitungen von entsprechenden Vorfällen in den vergangenen fünf Jahren (Vergleich 2018: 32 Prozent).

Jüngere Kinder können ihre Emotionen noch nicht so gut kontrollieren und wissen sich manchmal nicht anders zu helfen, so der Bundesvorsitzende des VBE Udo Beckmann.

Trotzdem sei das eine bedenkliche Zahl. Beckmann forderte die Kultusministerien dazu auf, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie die Lehrkräfte unterstützt werden könnten.

Drohungen übers Internet

Beleidigungen oder Drohungen sowohl im Schulalltag als auch übers Internet werden dagegen am häufigsten von Haupt-, Real- und Gesamtschulleitern gemeldet. 73 Prozent im Schulalltag und 52 Prozent übers Internet der Schulen dieses Typs gaben an, dass es solche Fälle in den vergangenen Jahren gegeben habe. An Gymnasien geht es vergleichsweise am friedlichsten zu, aber auch hier meldeten mehr Schulleitungen als noch 2018 Vorfälle von psychischer und physischer Gewalt gegenüber Lehrkräften.

Ernüchternd ist auch, dass 2018 noch 87 Prozent der Schulleitungen angaben, dass es in den allermeisten Fällen gelungen sei, ihre Kollegen bei Gewalt durch Schüler ausreichend zu unterstützen, 2020 waren es nur noch 56 Prozent.

Immer mehr Lehrer misstrauen einer Umfrage zufolge den Mainstream-Medien.

Unkooperative Eltern

Die Hürden dafür liegen oft bei den Eltern, die nicht kooperationswillig sind, aber auch bei uneinsichtigen Schülern, einer zu bürokratisch organisierten Meldung von Vorfällen, einer Überlastung mit Aufgaben in der Schulleitung. Vor allem aber fürchten viele Schulleiter um die Reputation ihrer Schule und versuchen, Gewaltvorfälle möglichst zu verschweigen. Einige scheinen auch in vorauseilendem Gehorsam zu handeln, weil sie glauben, dass die Meldung von Vorfällen von der Schulbehörde nicht gewünscht ist.

Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, sagte dem Spiegel:

Wir wundern uns manchmal, was sich Lehrer alles gefallen lassen. Vor allem Frauen halten viel abwertendes Gerede aus.

Die Schulen müssten daher ein Klima schaffen, in dem auch verbale Gewalt nicht toleriert wird. Manchmal helfe deeskalierendes Verhalten der Lehrkräfte oft aber auch nicht, Gewalt dürfe gar nicht erst aufkommen. "Ein aggressiver Schüler muss aus dem Klassenzimmer geschickt werden können – in einen Raum, wo er emotional runterkommen kann", so Meidinger.

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(rt/dpa)

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