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Lüften nun wichtiger als Maske? – Berlin will CO2-Messgeräte für Klassenzimmer

Lüften nun wichtiger als Maske? – Berlin will CO2-Messgeräte für Klassenzimmer
Die Einschulung wie hier am 15. August in der Grundschule im Panketal in Berlin-Karow ist schon mal geschafft. Nun will Berlin mithilfe von CO2-Messgeräten das Risiko senken, sich im Klassenraum mit dem SARS-CoV2-Virus zu infizieren.
Mit CO2-Messgeräten will der Berliner Senat nun eine zweite Corona-Welle in den Klassenzimmern der Hauptstadt verhindern. Die Geräte schlagen Alarm, wenn es Zeit zum Lüften ist. Wann es losgeht, ist noch nicht klar. Die Anschaffung der Geräte läuft derzeit.

Das Coronavirus sei an der frischen Luft fast kein Problem, aber die Gefahr steige in geschlossenen Räumen. Diese Überzeugung vertreten demnach inzwischen die meisten Forscher. In einem geschlossenen Raum atmet, hustet, niest ein Infizierter immer wieder schubweise Virenwolken. Weht kein Wind, verteilen sich die Viren im Raum. Auch so beim Virus SARS-CoV-2. Die Konzentration steigt.

Schulstart an einer Schule in Wladiwostok

Daher warnte das Robert Koch-Institut (RKI) bereits Mitte August, bei längerem Aufenthalt in kleinen, schlecht oder nicht belüfteten Räumen könne sich die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung durch allerkleinste Tröpfchen – sogenannte Aerosole – auch über eine größere Distanz als zwei Meter erhöhen. Dabei spielten natürlich auch andere Faktoren eine Rolle – etwa wie viele virushaltige Partikel der Infizierte ausstößt und wie lange sich andere im selben Raum aufhielten und die Luft einatmeten. Deswegen wird als Schutzmaßnahme häufiges Lüften empfohlen.

Berlin will CO2-Messgeräte für Klassenzimmer anschaffen

In den nächsten Monaten, den kühleren Jahreszeiten, werden sich die Menschen wieder mehr in geschlossenen Räumen aufhalten. Einige werden dann vielleicht auch zu wenig lüften. Da Fenster geschlossen bleiben, steige nach Überzeugung der Forscher die Corona-Gefahr. Um in den kommenden Monaten das Corona-Risiko in den Schulen zu senken, will nun Berlin CO2-Messgeräte für Klassenzimmer anschaffen. 

Der CO2-Gehalt sei ja ein Maß für die Luftqualität in einem Raum mit mehreren Personen, erklärte jüngst Aerosol-Experte Gerhard Scheuch gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Geräte, die nun in Berlin angeschafft werden, sollen den Lehrern künftig erkennen helfen, wann es Zeit zum Lüften ist. 

Wenn der CO2-Gehalt in der Raumluft steigt, verfärbt sich die Anzeige von Grün über Gelb auf Rot", sagte Martin Klesmann, Sprecher der Senatsbildungsverwaltung, gegenüber der Berliner Morgenpost über die Funktionsweise der Messgeräte.

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Messgeräte seien kaum größer als ein Wecker

Spätestens bei Gelb-Rot sollten die Fenster geöffnet werden, möglichst auch die Tür, damit Durchzug entsteht. Die Kohlendioxid-Messgeräte seien den Angaben zufolge kaum größer als ein Wecker. Die Anschaffung laufe über die Senatsbildungsverwaltung. Kosten und Anzahl der C02-Messgeräte, die jede Schule bekommen soll, sind noch offen. Nicht aber jeder Klassenraum soll damit ausgestattet werden. Demnach kommen laut der Stadt besonders große Lerngruppen oder Räume, die sich schlecht lüften lassen, in Frage.

Karl Lauterbach, Gesundheitsexperte der SPD-Fraktion im Bundestag, hatte bereits vor Wochen das Lüften zur pragmatischen Lösung für Großraumbüros, Veranstaltungsräume oder Klassenzimmer in der Corona-Pandemie erkoren. So sagte er in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz":  

Lüften bringt mehr als Maske tragen.

Infektiöse ausgeatmete Aerosole in der Raumluft müssten möglichst schnell mit frischer Luft vermischt werden. 

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