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"Tesla Rocks!" – Unternehmen erhält Negativpreis

"Tesla Rocks!" – Unternehmen erhält Negativpreis
Ein Tesla-Wagen aus Berlin.
Der Bielefelder Verein Digitalcourage verleiht am heutigen Freitagabend den Negativpreis für Datenschutz. Der "Big Brother Award" gilt als "Oscar für Datenkraken". Seit dem Jahr 2000 werden damit in Deutschland jedes Jahr "Datensünder" prämiert.

Am heutigen Abend wird der jährliche "Big Brother Award", der "Oscar für Datenkraken" des Vereins Digitalcourage e. V. verliehen. Eine zusammengestellte Jury aus bekannten Bürgerrechtlern verleiht den Datenschutz-Negativpreis jedes Jahr an Firmen, Organisationen und Politiker, welche "in besonderer Weise und nachhaltig die Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen sowie persönliche Daten verkaufen oder gegen ursprüngliche Interessen verwenden". Ziel sei es, die "Feinde des Datenschutzes" dorthin zu bringen, wo sie nicht sein wollen: Im Scheinwerferlicht der Öffentlichkeit. Der US-Autohersteller Tesla sowie die Bundesländer Baden-Württemberg und Brandenburg sind als diesjährige "Gewinner" vorgesehen.

Elon Musk während einer Konferenz zu Satellitentechnologie am 9. März 2020 in Washington, DC, USA.

In der Begründung des Vereins soll es heißen: "Der Autohersteller Tesla findet für seine Elektroautos viel Anerkennung. Für viele Reiche und Ökos haben die Autos Kultstatus (…) Die hippen Autos aus Kalifornien haben Sensoren für praktisch alles, was mit dem, in dem und um das Auto herum passiert."

Bei den Autos soll es sich um "Überwachungsanlagen auf vier Rädern" handeln. Was mit den erfassten und gesammelten Daten passiert, würde unklar bleiben.

Der "Big Brother Award" in der Kategorie "Behörden und Verwaltung" wird dem Land Brandenburg verliehen, da es Autokennzeichen dauerhaft gespeichert hätte: Das Bundesland würde seit Jahren Informationen zu Fahrzeugen in über 40 Millionen Datensätzen archivieren, obwohl das Bundesverfassungsgericht klare Grenzen gezogen hätte.

Dem Bundesland Baden-Württemberg wird mit der Verleihung des Preises in der Kategorie "Digitalisierung" vorgeworfen, Daten und E-Mails von Lehrern und Schülern an das US-Unternehmen Microsoft und damit auch an die US-Geheimdienste zu liefern. Begründet wird dies mit der Entscheidung der zuständigen Ministerin Susanne Eisenmann (CDU), wesentliche Dienste der digitalen Bildungsplattform des Landes, von Microsoft betreiben zu lassen. Die kritisierte Ministerin wies die Vorwürfe zurück.

Die Preisverleihung beginnt um 18 Uhr und wird im Livestream übertragen.

(Video: "Das ist nicht wahr!" Elon Musk regiert auf Vorwürfe seine Autos würden Videostreams der eingebauten Kameras an die Regierung liefern)

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