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Greta Thunbergs aktivistische Vorgängerin: Die 12-Jährige, die die Welt zum Schweigen brachte

Greta Thunbergs aktivistische Vorgängerin: Die 12-Jährige, die die Welt zum Schweigen brachte
Greta Thunberg und Severn Suzuki
Die schwedische Aktivistin Greta Thunberg hat sich im zarten Alter von 16 Jahren als Sprecherin der Klima-Bewegung etabliert. Aber noch lange vor den Freitagsstreiks hat eine andere Jugendliche mit der UN-Elite abgerechnet: Severn Suzuki.

Die Umwelt-Kampagne der "Fridays for Future"-Gründerin Greta Thunberg erreichte in einer wütenden und leidenschaftlichen Rede beim UN-Klimagipfel in New York ihren Höhepunkt. Sie las Politikern die Leviten, da diese angeblich ihre Träume und Kindheit gestohlen hätten. Die Wutrede wurde in den Medien hochgepriesen. Das New York Magazine nannte Greta "die Jeanne d'Arc des Klimawandels", und sie bekam den Alternativen Nobelpreis verliehen.

Doch das Greta-Phänomen ist nicht neu. Severn Suzuki war zwölf Jahre alt, als sie im Juni 1992, als Thunberg noch gar nicht auf der Welt war, beim legendären UN-Erdgipfel in Rio de Janeiro auf der Bühne stand. Der Ton von Suzukis sechsminütiger Rede ist dem von Thunberg auffallend ähnlich. "Wir sind gekommen um Ihnen, den Erwachsenen, zu sagen, dass Sie Ihre Gewohnheiten ändern müssen", fing sie an – genau wie Thunberg letzte Woche. "Ich bin heute hierhergekommen, um für meine Zukunft zu kämpfen. Der Verlust der Zukunft ist mit dem Verlust einer Wahl oder Punkten auf dem Aktienmarkt nicht zu vergleichen", sagte damals die Kanadierin. Und was sagte Thunberg beim UN-Gipfel? "Wir stehen am Anfang eines Massensterbens. Und alles, worüber ihr sprechen könnt, ist Geld."

Beide Botschaften wurden mit einem Hauch Fatalismus untermauert: "Ich habe wegen der Löcher in der Ozonschicht Angst vor Sonnenstrahlen. Ich habe Angst, die Luft einzuatmen, weil ich nicht weiß, welche Chemikalien darin enthalten sind", sagte Suzuki im Jahr 1992. Die heutigen "Fridays for Future"-Teilnehmer halten ähnliche Plakate mit Slogans wie "Du wirst an Altersschwäche sterben, ich werde am Klimawandel sterben" in der Hand.

Die von Suzuki angesprochenen Umweltprobleme spiegelten die Welt der frühen 1990er-Jahre wider, als die Waldrodung, der Abbau der Ozonschicht und das Artensterben am Besorgniserregendsten waren. In den vergangenen Jahren war die Menschheit in der Bekämpfung dieser Probleme aber recht erfolgreich. Der Ozonabbau hat sich drastisch verlangsamt und die weltweite Waldbedeckung hat um eine Fläche zugenommen, die so groß ist wie Texas und Alaska zusammen.

Die mittlerweile 39-jährige Suzuki ist ihrem Thema treu geblieben. Sie studierte Biologie, gründete Anfang der 2000er-Jahre eine Denkfabrik für Umweltfragen und moderierte Umweltsendungen im Fernsehen. Suzuki ist verheiratet und hat zwei Kinder. Sie lebt mit ihrer Familie auf einer kanadischen Insel im Pazifik. In einem Telefoninterview mit der Welt gab die Aktivistin zu, ihre Rede habe die Politiker offensichtlich nicht zum Umdenken angeregt:

Klar, sie haben mir stehend applaudiert, aber wenn man bedenkt, dass der Klimagipfel '92 ein riesiger Schritt nach vorn war, damals viele wirklich etwas tun wollten, ist es umso schockierender, dass in den Jahrzehnten danach im Grunde alles noch schlimmer geworden ist.

Was wohl aus Greta Thunberg wird, wenn die Welt, wie wir sie heute kennen, in 27 Jahren noch existiert? Obwohl Thunberg darauf besteht, dass dies nicht der Fall sein wird, falls wir die CO2-Emissionen in den nächsten zehn Jahren nicht auf null senken. Wird die Aktivistin womöglich auf eine lange Karriere bei den Vereinten Nationen oder in einer NGO zurückblicken können, die mit einer berühmten Rede begann? Und ein anderes Kind wird in 27 Jahren womöglich leidenschaftlich vor saurem Regen in den Mars-Kolonien warnen.

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