Mega-Grillparty im Park: Zwölf Schafe am Spieß rufen Polizei auf den Plan

Mega-Grillparty im Park: Zwölf Schafe am Spieß rufen Polizei auf den Plan
Bei diesem Anblick verging der Berliner Polizei der Appetit.
Bei perfektem Grillwetter erlebten die Berliner Polizisten sicherlich einen ihrer unglaublichsten Einsätze: In einem Park fanden sie zwölf aufgespießte Schafe an batteriebetriebenen Grills vor. Die Feuerwehr wurde alarmiert. Nun droht ein hohes Bußgeld.

"Fahren Sie bitte in den Volkspark Friedrichshain. Da laden wohl mehrere Personen Schafe - im Ganzen und ohne Haut - aus dem Auto." Mit diesem Funkspruch wurden am vergangenen Sonntag Berliner Polizisten in die Grünanlage des gleichnamigen Stadtteils geschickt. Es war sicherlich einer der unglaublichsten Einsätze, denn auf der Grillwiese fanden sie zwölf ganze, aufgespießte Schafe vor. Sie drehten sich auf batteriebetriebenen Grills. Wie die Polizei mitteilte, wurden diese mit Autobatterien betrieben.

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Knapp 150 Menschen waren anwesend, viele Kinder liefen sehr nah um die glühende Kohle auf dem trockenen Rasen herum. Die Einsatzkräfte riefen die Feuerwehr und beendeten die Mega-Grillparty. Die Polizei bemängelte vor allem die glühenden Kohlen auf dem trockenen Rasen und die Batterien an der Feuerstelle auf einer öffentlichen Grünfläche.

"Wir machen das schon seit zehn Jahren so, wir feiern Ostern", versuchten sich die Organisatoren zu erklären. Bei den Grillmeistern und Gästen soll es sich um Staatsbürger Bosnien-Herzegowinas handeln. Vermutlich waren es entweder orthodoxe Serben, die zudem am 6. Mai den für sie sehr wichtigen Georgstag feiern, oder bosnische Roma, für die der Georgstag sogar der wichtigste Feiertag im Jahr ist. Mit einer Feier huldigen sie der Ankunft des Frühlings. Ein Schaf vom Spieß darf dabei auf dem Speiseplan nicht fehlen.

Laut der Polizei waren die Griller "kooperativ, bauten freiwillig ab und besorgten Schalen für die glühende Kohle". Einen Teil der Schafe hätten sie wieder ins Auto eingeladen, einen Teil vor Ort gegessen, während die Feuerwehr das Kohlefeuer löschte. Ihre Personalien wurden aufgenommen, nun droht ihnen ein Bußgeld für eine Ordnungswidrigkeit. Wie hoch diese ausfallen könnte, ist noch unklar. Die geschlachteten Tiere hätten sie bei einem Händler in Berlin gekauft.

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