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Studie: Mehr als ein Viertel der Säugetiere in Großbritannien ist vom Aussterben bedroht

Studie: Mehr als ein Viertel der Säugetiere in Großbritannien ist vom Aussterben bedroht
Die Population der Feldlerche hat sich in den 1990er-Jahren halbiert.
Laut einer aktuellen Studie ist in Großbritannien jede siebte Tierart vom Aussterben bedroht, mehr als ein Viertel steht vor dem Aussterben. Ahnlich sieht es in der Pflanzenwelt aus. Ein Hauptfaktor ist demnach in der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft.

Nicht nur das politische Geschehen und die soziale Sicherheit im einstigen Imperium erfahren zunehmend Erschütterungen. Auch um Flora und Fauna im Vereinigten Königreich steht es nicht allzu gut. Laut einem aktuellen Bericht steht mehr als ein Viertel der Säugetiere vor dem Aussterben.

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Laut dem Bericht "State of Nature" ist gar jede siebte Art vom Aussterben bedroht. Demnach sind seit 1970 über 40 Prozent aller untersuchten Arten geschrumpft und 26 Prozent aller Säugetierarten vom Risiko des unwiderruflichen Aussterbens bedroht.

Aufnahme aus dem Auquisamana-Park am Rande von La Paz, Bolivien, am 29. April 2019.

In den Bericht floss das Fachwissen von mehr als 70 verschiedenen Organisationen ein, darunter Wildtierorganisationen und Regierungsbehörden.

Die Lage im britischen Landesteil Schottland ist ähnlich, dort wurde ein Rückgang des durchschnittlichen Artenreichtums um 24 Prozent verzeichnet, etwa jede zehnte Art ist demnach vom Aussterben bedroht. Beinahe jeder fünfte Schmetterling ist bereits verloren gegangen. Insgesamt hat sich die britische Population der Lerchen in den 90er-Jahren halbiert. Der stärkste Rückgang ist bei den Ackerlandvögeln zu verzeichnen. 

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Allerdings konnten laut dem Bericht einige der untersuchten britischen Arten wachsen, darunter einige Reiher-Gattungen und ein Schmetterling aus der Familie der Bläulinge.

Doch auch um die britische Flora ist es insgesamt nicht allzu gut bestellt, beinahe jede fünfte Pflanze ist vom Aussterben bedroht, ebenso wie 15 Prozent der Pilze und Flechten.

Die Forscher sehen die Intensivierung der Landwirtschaft als Hauptursache für den Artenverlust. Die Fläche der mit Pestiziden behandelten Pflanzen ist in nur 20 Jahren, zwischen 1990 und 2010, um 53 Prozent gestiegen. Ein Faktor sei zudem der Klimawandel, der "weit verbreitete Veränderungen in Bezug auf Fülle, Verteilung und Ökologie der britischen Wildtiere vorantreibt und dies auch in den kommenden Jahrzehnten oder sogar Jahrhunderten tun wird". Jedes Jahrzehnt bewegten sich demnach viele Arten um durchschnittlich 20 Kilometer gen Norden.

Rosie Hails, Natur- und Wissenschaftsdirektorin der Naturschutzorganisation National Trust, sagte:

Die Wildtiere im Vereinigten Königreich sind in großen Schwierigkeiten. (...) Wir stehen jetzt an einem Scheideweg, an dem wir Taten statt Worte brauchen.

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