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Geleakte Dokumente: Verbindung zwischen britischem Propaganda-Netzwerk und Skripal-Affäre

Geleakte Dokumente: Verbindung zwischen britischem Propaganda-Netzwerk und Skripal-Affäre
Julia Skripal, die in Salisbury zusammen mit ihrem Vater, dem ehemaligen russischen Spion Sergej Skripal, vergiftet wurde, bei einem Reuters-Interview in London, 23. Mai 2018.
Die Integrity Initiative, ein unter britischer Führung arbeitendes Geheimnetzwerk, spielte eine Schlüsselrolle bei der Kontrolle und Gestaltung von Medienberichten nach der Vergiftung des Doppelagenten Sergej Skripal. Das zeigen jüngst veröffentlichte Dokumente.

Die Integritätsinitiative, die 2015 von einem mit der NATO verbundenen und vom Vereinigten Königreich finanzierten ominösen "Institute for Statecraft" (IfS) ins Leben gerufen wurde, wurde im November entlarvt, nachdem Hacker Dokumente veröffentlicht hatten, in denen ein Netz von Politikern, Journalisten, Militärangehörigen, Wissenschaftlern und Akademikern aufgeführt war, die angeblich gegen "russische Desinformation" kämpfen. Das von der Regierung finanzierte Netzwerk gelangte in den Fokus, weil es den britischen Labour-Chef Jeremy Corbyn als Kreml-Handlanger denunziert hat – angeblich als Teil seines noblen Kreuzzugs gegen antirussische Desinformation.

Nun zeigen neue Dokumente, dass die Organisation eine zentrale Rolle bei der Gestaltung von Medienerzählungen spielte, nachdem Sergej Skripal und seine Tochter Julia im vergangenen März in Salisbury auf mysteriöse Weise vergiftet wurden. Es ist bemerkenswert, dass viele der drakonischen antirussischen Maßnahmen, die die Gruppe bereits 2015 befürwortet hatte, nach der Skripal-Affäre zügig umgesetzt wurden – auch wenn London sich weigerte, seine Anschuldigungen mit Beweisen zu untermauern.

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Operation Iris

Nur kurz nachdem die Skripals vergiftet wurden, bot das IfS dem Foreign & Commonwealth Office seine Dienste an, "die Aktivitäten der sozialen Medien in Bezug auf die stattgefundenen Ereignisse, die Verbreitung von Nachrichten und die Bewertung der Wahrnehmung des Vorfalls zu untersuchen". Nachdem sie den Segen der Regierung erhalten hatte, startete die Integritätsinitiative die "Operation Iris" und beauftragte die Firma Harod Associates mit der Analyse von Social-Media-Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Fall Skripal.

In seinem vertraulichen Bericht hat Harod jedoch mehr als nur die Reaktionen der sozialen Medien auf die Skripal-Affäre analysiert: Es hat eine Liste von angeblichen "pro-russischen Trollberichten" zusammengestellt, denen vorgeworfen wird, "das Publikum mit Pro-Kreml-Propaganda und Desinformationen, die für den Fall Skripal relevant sind, bombardiert zu haben".


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Das "Narrativ" voranbringen, Russland verteufeln

Ein weiteres Dokument vom 11. März 2018 mit dem Titel "Sergej-Skripal-Affäre: Was, wenn Russland verantwortlich ist?" enthält ein Narrativ über den Vorfall, der Russland und Präsident Wladimir Putin persönlich beschuldigt sowie eine Reihe von Handlungsempfehlungen enthält, die bei genauerem Hinsehen nichts mit dem Skripal-Fall zu tun haben: Dazu gehörten der Boykott der Weltmeisterschaft 2018, Kampagnen zum Stop der Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland, die Blockade des russischen Zugangs zum internationalen SWIFT-Banksystem und das Verbot von RT und Sputnik in Großbritannien.

Weitere Vorschläge waren Propaganda unter britischen Muslimen, "um bekannt zu machen, was mit ihren muslimischen Brüdern auf der Krim seit der russischen Invasion [sic!] passiert ist", und die Anregung, Parlamentsmitglieder dazu zu bringen, die "Bedrohung, die Russland darstellt", zu veröffentlichen.

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Skripals Nachbar und das IfS?

Die Verbindungen des IfS mit dem Vorfall gehen weiter. Ein weiteres Dokument, das anscheinend bis Juli 2018 zurückreicht, enthält die Kontaktdaten von Pablo Miller, Skripals Führungsoffizier beim MI6 und – unglaublicherweise – dessen Nachbar in Salisbury. Anonymous behauptet, dass das Dokument eine Einladungsliste für ein Treffen ist, welches das Institut zwischen einer Reihe von Personen und den höchst umstrittenen syrischen "Weißhelmen" einberufen hat.

Die Integrity Initiative gibt in einem Statement den Diebstahl der Daten zu und schiebt die Verantwortung auf russische Hacker. "Es ist natürlich sehr bedauerlich, dass Dokumente der Integrity Initiative gestohlen und online gestellt wurden, umso mehr, als russische staatliche Propaganda-Dienststellen unter Verstoß gegen jede vertretbare Praxis eine große Anzahl von Namen und Kontaktdaten veröffentlicht oder neu veröffentlicht haben."

Gleichzeitig relativierte das Netzwerk die Brisanz der enthüllten Informationen: "Wir hatten noch nicht die Möglichkeit, alle Dokumente zu analysieren, sodass wir nicht mit Sicherheit sagen können, ob sie alle echt sind oder ob sie gefälschtes oder falsches Material enthalten. Obwohl klar ist, dass sich ein Großteil des Materials tatsächlich bei der Integrity Initiative oder den Systemen des Instituts befand, ist das meiste davon datiert und wurde nie verwendet."

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