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Vorschlag aus dem britischen Verteidigungsausschuss an Kiew: Verminung der Bucht von Sewastopol

Vorschlag aus dem britischen Verteidigungsausschuss an Kiew: Verminung der Bucht von Sewastopol
Blick auf die Bucht von Sewastopol
Aus einem öffentlich gewordenen Dokument wurde nun bekannt, dass ein Sonderberater des britischen Verteidigungsausschusses Kiew während der Krimkrise diverse Vorschläge gegen Russland unterbreitete. Demnach sollte die Bucht von Sewastopol vermint werden.

Der Sonderberater des britischen Verteidigungsausschusses Christopher Donnelly empfahl die Verminung der Bucht von Sewastopol. Dies geht aus einem durchgesickerten Dokument hervor. Hierin heißt es:

Ich versuche, diese Nachricht zu vermitteln. 

Die Gruppe, die das Dokument auf den 1. März 2014 – während der Krimkrise – datiert veröffentlichte, behauptet, in Verbindung mit Anonymous zu stehen. Donnelly habe auch "militärische Maßnahmen" geplant, die er umsetzen wollte, falls ihm die Verantwortung übertragen worden wäre.

Für Dienstleistungen rund um die Erprobung von Kriegsszenarien gibt es eine starke Nachfrage.

Sechs Maßnahmen nannte er: 

Wenn ich die Verantwortung habe, würde ich die folgenden Dinge so schnell wie möglich umsetzen: 

  1. Einen Sperrgürtel quer durch die Krim-Landenge und die Küste nördlich der Krim mit Truppen und Minen.
  2. Den Hafen/die Bucht von Sewastopol verminen. Kann einfach durch die Nutzung einer Autofähre durchgeführt werden, ohne Minenleger. Braucht nicht viele Minen, um wirksam zu sein. Sie können leicht Minen kaufen. 
  3. Die Luftwaffe entsenden und die komplette Luftverteidigung aktivieren. Wenn Sie die Maschinen auf dem Luftfeld der Krim nicht fliegen können, sollten diese als Zeichen, dass Sie es ernst meinen, zerstört werden. (...)
  4. Die Ukraine hatte zuvor sehr wichtige Waffen, wie die große Antisatellitenwaffe. 
  5. Die Regierung braucht eine strategische Kommunikationskampagne – bislang kommt alles aus Moskau. (...)
  6. Sie sollten den Westen nun bitten, Öl und Gas zu liefern. Aufgrund des milden Winters sind umfangreiche Lieferungen möglich.

Donelly bemerkte, dass "die neue" Regierung in Kiew zu dem Zeitpunkt nicht in der Lage sei, in Bezug auf die militärische Realität zu denken, und verglich sie mit Kaninchen: 

Sie sind wie Kaninchen beim Anblick der Scheinwerfer eines Autos. 

Zu den Maßnahmen, die der Beamte vermutlich umsetzen wollte, gehören die Verminung des Hafens von Sewastopol, die Einrichtung eines "Sperrgürtels" um die Krim-Landenge mit Truppen und Minen und der Versuch, ihre eigenen Truppen zu "inspirieren" und ihnen zu vermitteln, wofür sie eigentlich kämpfen.

Nationalistische Demonstranten protestieren am 26. November vor dem ukrainischen Parlament in Kiew für die Verhängung des Ausnahmezustands, nachdem es einen Tag zuvor zu einem ernsthaften Zwischenfall zwischen der ukrainischen und der russischen Marine kam.

Donnelly schreibt angeblich, er hätte "einige ernsthaft wichtige Waffen" eingesetzt, die die Ukraine "früher" besaß, nämlich eine Art "große Antisatellitenwaffe". 

Zwischen 1989 und 2003 war Donnelly Sonderberater vierer Generalsekretäre der NATO. Zwischen 2003 und 2010 leitete er die Forschungsgruppe der britischen Verteidigungsakademie, er war Sonderberater dreier Verteidigungsminister und Mitglied von Premierministerin Margaret Thatchers Beratungsgruppe für die Sowjetunion. Seit dem Jahr 2010 ist er Co-Direktor des Institute of Statecraft. Dabei handelt es sich um einen Thinktank, der nach eigenen Angaben "Entscheidungsträgern und Politikern verlässliche, alternative Lösungen" bietet. 

Vorschlag aus dem britischen Verteidigungsausschuss an Kiew: Verminung der Bucht von Sewastopol
Christopher Donnelly in seiner Zeit als Sonderberater des NATO-Generalsektretärs für Osteuropäische und Zentraleuropäische Angelegenheiten

Seit dem 5. November wurde eine Reihe von Dokumenten öffentlich, in denen behauptet wird, dass die vom Institute of Statecraft gegründete und von der britischen Regierung finanzierte Gruppe "Integrity Initiative" (II) ein Netzwerk von Journalisten und Analysten hat und dass ehemalige Politiker eine europaweite Kette von "Clustern" bilden, um London dabei behilflich zu sein, sich in die Angelegenheiten anderer Staaten einzumischen.

Was betätigt wurde, ist, dass die Organisation in den vergangenen zwei Jahren tatsächlich Finanzmittel des britischen Außenministeriums (Foreign and Commonwealth Office, FCO) erhalten hat. Es wurde jedoch darauf bestanden, dass private Spender die wichtigste Geldquelle gewesen seien. Auf eine Frage des Labour-Abgeordneten Chris Williamson letzte Woche gab Verteidigungsminister Tobias Ellwood zu, dass das Institute of Statecraft auch Mittel der britischen Armee und des Verteidigungsministeriums erhalten hat. 

Die FCO-Finanzen stammten aus dem "Conflict Fund" des Ministeriums, den der investigative Journalist Mark Curtis im vergangenen Jahr als "geheimer Slush-Fonds" enttarnt hatte, der "einige der weltweit schlimmsten Sicherheitskräfte" unterstützt hatte. 

RT hat sich mit Donnelly in Verbindung gesetzt, damit dieser sich zu den Inhalten der Liste der "militärischen Maßnahmen" sowie zu den Vorwürfen äußern kann, dass die Organisation eine Schmutzkampagne Jeremy Corbyn gefahren habe. Donnelly lehnte eine Stellungnahme ab:

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Da RT jedoch eine staatlich unterstützte Propagandaorganisation und kein legitimer Nachrichtensender ist, haben wir keinen Kommentar abzugeben. 

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