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Die neue "Alternative für Schweden" sucht im Wahlkampf Unterstützung von Trump-Fans

Die neue "Alternative für Schweden" sucht im Wahlkampf Unterstützung von Trump-Fans
Schwedische Fussballfans in der Ukraine nach dem Aus bei der EM 2012 gegen England, 15. Juni 2012.
Im Herbst wird in Schweden gewählt. Auf den Wahlkampf stimmt sich auch die neue Partei "Alternative für Schweden" unter dem Motto ein: "Jetzt beginnt die Reise, unser Land zurückzuerobern". Die Partei wirbt in einem an Trump-Fans gerichteten Video um Spenden.

Gustav Kasselstrand ist Parteigründer der AfS (Alternative für Schweden), und sein Hauptaugenmerk liegt auf einem Zuwanderungsstopp. Fraglich ist, ob die Partei genügend Stimmen (mindestens vier Prozent) sammeln kann, um in das schwedische Parlament einziehen zu können. Die AfS positioniert sich als eine Alternative zu den rechtspopulistischen Schwedendemokraten (SD). Sie will die enttäuschten Wähler der SD auffangen. Nach Umfragen von Yougov kämen die Schwedendemokraten (SD) auf 20 bis 25 Prozent, die neue AfS nur auf zwei Prozent. 

Auf SD-Plattformen in den sozialen Netzwerken wird darüber diskutiert, ob die AfS wirklich eine Alternative darstelle. Die AfS versucht, die SD negativ darzustellen, als eine Partei, die aus Bequemlichkeit ihre politischen Ziele verraten habe. Kasselstrand war früher Vorsitzender des Jugendverbands der Schwedendemokraten, wurde aber 2015 aus der Partei ausgeschlossen. Gelder für den Wahlkampf sucht die AfS fern der Grenzen Schwedens: bei amerikanischen Trump-Anhängern. Dafür hat die Partei eigens ein Video aufgenommen. Trump hatte das internationale Augenmerk mit seinem Satz: "Seht, was letzte Nacht in Schweden passiert ist", auf Schweden gerichtet. Danach wurden Bilder von brennenden Autos in Schweden öffentlich, und es entbrannte eine Debatte darüber, ob Schweden sich verändert habe.

Schwedische Schülerinnen feiern ihren Schulabschluss, Stockholm, 2. Juni 2009.

Im Video der AfS wird ein Bild Schwedens gezeichnet, demzufolge das Land aufgrund von "unkontrollierter Masseneinwanderung aus der Dritten Welt" gespalten werde und "die Einheit und das Vertrauen" verloren gegangen seien. Und mehr noch: Schweden stehe kurz vor dem Zusammenbruch und sei ein korruptes Land, so der Eindruck, den das Video beim Betrachter hinterlässt. Es gipfelt in einem Hilferuf Richtung USA: 

Die Wahl von Donald Trump zum Präsidenten hat gezeigt, dass die schweigende Mehrheit die Geschichte eines Landes verändern kann.

Auf der Spendenseite der Partei heißt es, die Gründung sei von der Revolte der amerikanischen Bürger inspiriert worden, welche Donald Trump in das Weiße Haus befördert habe. Man teile dieselben Ambitionen: Schweden zuerst und ein Ende der Masseneinwanderung. In einem Interview mit Svensk Webbtelevision bezeichnete Kasselstrand die schwedische Politik als "erschöpft". Auf die Frage, ob sich die Alternative für Schweden der Alternative für Deutschland ähnele, schmunzelt der Parteigründer. Ja, der Name sei sehr ähnlich. Er habe Vertreter der AfD bei informellen Treffen kennengelernt. Die Partei sei aber keine Kopie der AfD, und es gäbe keinerlei formelle Zusammenarbeit. Aber Schweden und Deutschland ähnelten sich. Das System der Parteien in Schweden sieht er kritisch, die meisten würden im schwedischen Parlament "Riksdag" nur ihre Zeit absitzen. Rechts oder links will sich Kasselstrand nicht positionieren. Trump sei für ihn eine Inspiration.

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