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Konflikt in Bergkarabach eskaliert wieder: Armenien und Aserbaidschan werfen einander Offensive vor

Konflikt in Bergkarabach eskaliert wieder: Armenien und Aserbaidschan werfen einander Offensive vor
Konflikt in Bergkarabach eskaliert wieder: Armenien und Aserbaidschan werfen einander Offensive vor (Archivbild)
Am Sonntag ist der jahrzehntelange Bergkarabach-Konflikt erneut eskaliert. Die Führung der nicht anerkannten Republik an der Grenze zwischen Armenien und Aserbaidschan rief die zivile Bevölkerung auf, sich für die Dauer der Kampfhandlungen in Sicherheit zu bringen.

Am Sonntagmorgen teilte das aserbaidschanische Verteidigungsministerium mit, dass die armenischen Luftstreitkräfte mehrere Ortschaften an der Kontaktlinie in Bergkarabach mit großkalibrigen Waffen und Granatwerfern beschossen hätten. Es gebe Todesopfer unter der Zivilbevölkerung und ernsthafte Sachschäden an der zivilen Infrastruktur. Das Militär treffe Gegenmaßnahmen und habe die operative Situation unter Kontrolle. Baku sprach von "groß angelegten Provokationen".

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Das armenische Verteidigungsministerium teilte seinerseits mit, dass Bergkarabach aus der Luft und mit Raketen angegriffen worden sei. Das armenische Militär habe zwei Hubschrauber und drei Drohnen der aserbaidschanischen Armee abgeschossen. Außerdem habe die aserbaidschanische Armee drei Panzer verloren. Berichte über mögliche Todesopfer wollte die armenische Seite zunächst nicht kommentieren.

Wagram Pogossjan, Sprecher des Präsidenten der international nicht anerkannten Republik Bergkarabach, teilte mit, dass am Sonntagmorgen mehrere Ortschaften, darunter die Hauptstadt Stepanakert, unter Beschuss geraten seien. Er rief die Einwohner auf, sich für die Dauer der Kampfhandlungen in Sicherheit zu bringen. Für die Eskalation machte er die aserbaidschanische Führung und den Präsidenten İlham Alijew persönlich verantwortlich. Araik Arutjunjan, Präsident des nicht anerkannten Staates, rief in Bergkarabach den Kriegszustand aus und ordnete die allgemeine Mobilmachung an.   

Der Bergkarabach-Konflikt war im Februar 1988 ausgebrochen, als die autonome Region Bergkarabach ihre Loslösung von Aserbaidschan angekündigt hatte. Im Laufe eines bewaffneten Konflikts, der von 1992 bis 1994 dauerte, verlor Baku seine Kontrolle über Bergkarabach und sieben Anrainergebiete. Im Jahr 1994 unterzeichneten Aserbaidschan, Armenien und die international nicht anerkannte Republik Bergkarabach unter Vermittlung der Russischen Föderation ein Protokoll über den Waffenstillstand. Trotzdem kam es immer wieder zu Kampfhandlungen, zuletzt im Juli dieses Jahres, als insgesamt 18 Menschen bei einem Konflikt an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze starben.

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