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Merkel, Macron und Erdoğan einig: Idlib-Offensive der syrischen Armee muss sofort gestoppt werden

Merkel, Macron und Erdoğan einig: Idlib-Offensive der syrischen Armee muss sofort gestoppt werden
Die türkische Armee beschießt in der syrischen Provinz Idlib reguläre syrische Truppen von Präsident Baschar al-Assad (Bild vom 14. Februar).
Nachdem Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron bereits gestern mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefonierten, suchten sie heute das Gespräch mit Recep Tayyip Erdoğan, der danach erklärte: Wir befinden uns dort im Krieg.

Bei dem deutsch-französisch-türkischen Gespräch haben "alle drei Gesprächspartner ihre gemeinsame Sorge über die katastrophale humanitäre Lage der Zivilbevölkerung und das Risiko einer weiteren Eskalation zum Ausdruck gebracht", twitterte Regierungssprecher Steffen Seibert. Noch am Freitagabend wolle Erdoğan mit seinem Amtskollegen Putin deswegen sprechen, weil Russland als dem wichtigsten Alliierten der syrischen Regierung eine besondere Stellung zukommt. "Das Resultat unseres Gesprächs heute Abend wird unsere dortige Haltung bestimmen", sagte er gegenüber türkischen Reportern.

Solange das Regime die Peinigung des Volkes in Idlib nicht stoppt, kommt ein Rückzug unsererseits nicht in Frage.

Türkei vor strategischer Niederlage in Idlib wegen Nichterfüllung des Sotschi-Abkommens
(Archivbild: Soldaten der Syrischen Arabischen Armee mit ihrem Panzer samt Minenrolle in al-Deir al-Scharkij im Südosten der Provinz Idlib. 25.01.2020)

Er betonte nach dem Telefonat mit Merkel und Macron, dass in dem gestrigen Telefonat zwischen diesen und Putin ein "sehr resoluter Waffenstillstand in Idlib" gefordert wurde. Der türkische Präsident sprach auch einen möglichen Termin für ein Aufeinandertreffen der vier Regierungschefs am 5. März in Istanbul an, allerdings habe er weder für das eine noch das andere eine Antwort aus Moskau erhalten.

Gleichzeitig sprach Erdoğan davon, dass sich die Türkei in Idlib in einem Krieg gegen Syrien befände. "Ich kann sagen, dass dort Krieg ist", sagte er. Deshalb werde die türkische Armee solange in Idlib bleiben, bis die syrische Regierung ihre "Barbarei gegen die Menschen von Idlib beendet".

Erst am Donnerstag kamen erneut zwei türkische Soldaten nach einem Luftangriff ums Leben. Allerdings hielt sich das Verteidigungsministerium in Ankara mit Anschuldigungen zurück, wer für den Luftangriff verantwortlich sein soll. Denn auch die russische Luftwaffe flog nach einer Bitte um Luftunterstützung der syrischen Truppen eine Angriffswelle gegen eine Offensive der Dschihadisten, die zunächst mit türkischer Unterstützung versucht hatte, den Belagerungsring der Syrer zu durchbrechen. Erst später folgte eine Meldung aus dem Büro des Präsidialamtes in Ankara, dass es sich um einen syrischen Luftschlag gehandelt habe, bei dem die türkischen Soldaten ums Leben kamen.

Russland forderte die Türkei erneut auf, ihre Unterstützung für "Terroristen" in Idlib einzustellen. Zum ersten Mal äußerte sich auch der Sprecher des US-geführten Anti-IS-Koalition, Colonel Myles Caggins, zur Situation in Idlib. Er widersprach den Darlegungen von Angela Merkel, Emmanuel Macron und Recep Tayyip Erdoğan, die bisher stets Syrien und Russland für die humanitäre Katastrophe verantwortlich machen. Idlib sei ein "Magnet" für Terrorgruppen, die eine "Plage, eine Bedrohung und eine Gefahr" für Hunderttausende von Menschen in Idlib sind, die nur "versuchen, es durch den Winter zu schaffen".

Unterdessen veröffentlichte das transatlantische NATO-Bündnis ein Propagandavideo, bei dem die "gemeinsamen Werte" hervorgehoben werden und Solidarität mit der Türkei bekundet wird. 

Abseits solcher Propaganda auf Hochglanzpapier aus Brüssel existiert allerdings die grausame Realität auf den Schlachtfeldern Syriens, die nur sehr schwer mit den "gemeinsamen Werten" in Einklang zu bringen ist. Eben jene Terroristen und Dschihadisten, von denen Colonel Caggins sagte, dass sie eine "Plage und Gefahr" für die Menschen in Syrien sind und die dennoch von NATO-Ländern in Schutz genommen werden, enthaupteten bei Gefechten getötete Soldaten der syrischen Armee. 

Vorsicht, es folgen hier verstörende und brutale Bilder:

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