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Iran konfisziert britischen Tanker in der Straße von Hormus

Iran konfisziert britischen Tanker in der Straße von Hormus
Nach Berichten iranischer Medien hat die Iranische Revolutionsgarde den unter britischer Flagge fahrenden Öltanker "Stena Impero" in der Straße von Hormus konfisziert. Die britischen Behörden teilten mit, dass der Tanker vor der Übernahme vom Kurs abgewichen sei.

Das iranische Staatsfernsehen berichtete, dass der Tanker von den Marineeinheiten der Revolutionsgarde (IRGC) beschlagnahmt wurde, weil es "die internationalen Seeregeln nicht befolgt" habe.

Bei dem Schiff handelt es sich nach Angaben der Revolutionsgarde um die unter britischer Flagge fahrende "Stena Impero", die der schwedischen Firma "Stena Bulk" gehört.

In der Erklärung der IRGC heißt es, dass der Tanker auf Anfrage der Hafenbehörden festgehalten wurde, weil es die "internationalen maritimen Regeln und Vorschriften missachtet hat, als es heute Nachmittag durch die Straße von Hormus fuhr". Der Tanker sei in Richtung Küste gebracht worden, um die notwendigen rechtlichen Prozesse zu durchlaufen, berichtete der iranische Auslandssender Press TV. Nach Angaben der Behörden der südiranischen Hormusgan Provinz wurde das britische Schiff zum Hafen der Provinzhauptstadt Bandar Abbas eskortiert. Dort werden die notwendigen Inspektionen durchgeführt. Der Tanker hatte seine GPS ausgeschaltet und sei vom südlichen Teil der Straße von Hormus, der nur für den Ausgang der Schiffe vorgesehen ist, eingefahren und damit eine Kollision mit anderen Schiffen riskiert. Dies sei gegen die maritimen Vorschriften am Golf. Außerdem soll der Tanker auch umweltschädigende Materialien am Bord  haben, die derzeit von der Umweltbehörde in Bandar Abbas untersucht werden.

Das Unternehmen bestätigte den Zwischenfall und teilte mit, dass sich dem Schiff während des Transits durch die Straße von Hormus mehrere unbekannte kleinere Booten und ein Hubschrauber genähert haben, als sich das Schiff in internationalen Gewässern befand.

"Stena Bulk" sei "derzeit nicht in der Lage, das Schiff zu kontaktieren, das nun nach Norden in Richtung Iran steuert".

Von der US-Basis östlich der saudischen Hauptstadt sollen unter anderem F-22-Tarnkappenjets aufsteigen. (Archivbild)

An Bord befinden sich nach Unternehmensangaben 23 Crewmitglieder. Es gebe keine Nachrichten über Verletzte. Man stehe in engem Kontakt zu den britischen Behörden.

Die britische Regierung teilte am Freitag mit, dass sie sich derzeit mit einer Einschätzung der Situation nach Berichten über den Vorfall im Golf befasse.

Wie Daten der Internetseite Marine Traffic zeigen, verließ die "Stena Impero" gegen 17.30 Uhr MESZ ihren Kurs, als sie die Straße von Hormus passiert hatte. Das Schiff war vom Hafen Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten aus auf dem Weg in Richtung al-Dschubail in Saudi-Arabien. Zuletzt zeigten die Daten, dass sich das Schiff nahe der iranischen Insel Qeschm befand.

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Unter dem Vorwurf illegaler Öllieferungen an Syrien liegt seit Anfang des Monats in Gibraltar ein Supertanker an der Kette. Die Öllieferung aus dem Iran soll gegen EU-Sanktionen gegen Syrien verstoßen. Teheran hat die Anschuldigungen zurückgewiesen, protestierte gegen die Beschlagnahmung, bestellte mehrmals den britischen Botschafter ein und forderte, das Schiff sofort weiterfahren zu lassen. Am Donnerstag fanden Gespräche statt, wonach Iran in Aussicht getsellt wurde, dass das Schiff freigelassen würde. Doch Freitag teilten die Behören in Gibraltar mit, dass sie die Beschlagnahmung des iranischen Tankers "Grace 1" bis mindestens zum 21. Juli verlängern wollen, möglicherweise gar um 30 Tage. 

Die Aussicht auf Verhandlungen, welche die Situation entschärfen könnten, schien am Freitag weiter in die Ferne zu rücken, da ein hochrangiger US-Beamter den am Vortag vom iranischen Außenminister Dschawad Zarif vorgeschlagenes Entgegenkommen zum Nuklearabkommen ablehnte.

Die USA, die die umstrittene Entscheidung der Trump-Regierung, bis zu 1.000 Truppen nach Saudi-Arabien zu senden, bereits seit Juni umzusetzen scheinen, haben dem Iran am Freitag eskalierendes Verhalten gegen Großbritannien vorgeworfen.

Uns sind Berichte bekannt, wonach iranische Kräfte einen britischen Öltanker beschlagnahmt haben", erklärte der Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates im Weißen Haus, Garrett Marquis. "Das ist das zweite Mal in etwas mehr als einer Woche, dass das Vereinigte Königreich Ziel eskalierender Gewalt durch das iranische Regime ist." Die USA würden weiterhin mit ihren Verbündeten zusammenarbeiten, "um unsere Sicherheit und Interessen gegen das bösartige Verhalten des Iran zu verteidigen." 

Später hieß es, ein weiterer Tanker, der unter liberianischer Flagge fahrende "Mesdar", habe am Freitagabend abrupt seinen Kurs geändert und das iranische Festland angesteuert obwohl es Kurs auf Saudi Arabien genommen hatte. Das Schiff befindet sich im Besitz von "Norbulk Shipping UK".

Der Tanker wurde jedoch nach einer Kontrolle freigelassen, was auch die britische Firma bestätigte.

Der britische Außenminister Jeremy Hunt hat am Freitagabend von der Beschlagnahmung von zwei Schiffen durch den Iran gesprochen und sagte, er sei "äußerst besorgt", das Vorgehen sei "inakzeptabel. Es ist wichtig, dass die Schifffahrtsfreiheit gewahrt bleibt und dass sich alle Schiffe sicher und frei in der Region bewegen können."

Er fügte hinzu, dass der britische Botschafter in Teheran bereits mit dem iranischen Außenministerium Kontakt aufgenommen hat, um die Situation zu lösen, während Großbritannien auch mit anderen "internationalen Partnern" in Kontaktiert stehe.

Die Ölpreise sind am Freitag im späten Handel deutlich angestiegen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent legte zuletzt um 1,14 US-Dollar auf 63,07 Dollar zu. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 77 Cent auf 56,06 Dollar.

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