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Gewinner und Verlierer der Ölsanktionen gegen Iran

Gewinner und Verlierer der Ölsanktionen gegen Iran
(Symbolbild vom iranischen Soroush-Ölfeld)
Washington will die vorübergehende Aussetzung von Sanktionen beenden, die es mehreren Ländern erlaubt hatten, weiterhin iranisches Öl zu kaufen, ohne den Zorn der USA auf sich zu ziehen. Doch ab dem 2. Mai soll mit der Ausnahmeregelung Schluss sein.

Acht Ölimporteure - China, Indien, Griechenland, Italien, Taiwan, Japan, die Türkei und Südkorea - durften noch weiterhin Rohöl von der Islamischen Republik kaufen. Durch die Ausnahmeregelung wurde ein schlagartiger Verzicht auf iranische Vorräte vermieden, was zur plötzlichen Erhöhung der Weltmarktpreise und Störungen am globalen Ölmarkt hätte führen können. 

RT sprach mit Analysten, um herauszufinden, wie die jüngste Entscheidung der USA das globale Gleichgewicht des Ölmarktes beeinflussen kann und wer aufgrund des Ölverbots der größte Verlierer sein wird - und wer am meisten davon profitiert. 

Die jüngsten Schritte gegen Venezuela und Iran scheinen Washington zu helfen, indem sie die Kosteneffizienz der US-Ölindustrie unterstützen, insbesondere beim Schieferöl-Fracking, so Denis Lisitsin, Asset Management Director der Aerarium Group.

Ankündigungen dieser Art haben keinen Einfluss auf das spekulative Wachstum der Weltmarktpreise für Rohöl", sagte der Analyst.

Lisitsin betonte, dass höhere Ölpreise eines der Ziele der USA seien. Das Ausbleiben empörter Kommentare von US-Präsident Donald Trump zu den hohen Ölpreisen sei ein Beleg dafür. Abgesehen davon will Washington Berichten zufolge amerikanisches Öl auf die globalen Märkte bringen, das aufgrund der Sanktionen stärker nachgefragt werden könnte. 

Laut Pjotr Puschkarew, Chefanalyst von TeleTrade, hat das Ende der Ausnahmeregelungen weder auf den iranischen Export noch auf den globalen Rohölmarkt im Allgemeinen einen wesentlichen Einfluss. 

Während Griechenland, Italien und Taiwan ihre Ölimporte aus dem Iran auf null reduzierten, nutzten Importeure wie China, Indien, Japan, Südkorea und die Türkei während des ersten halben Jahres seit vergangenen November die noch geltenden Ausnahmen. 

Zumindest für Indien und China lösen die US-Sanktionen keine große Angst aus, während die verbleibenden europäischen Händler wahrscheinlich nach alternativen Wegen suchen werden, um weiterhin Öl von der Islamischen Republik zu kaufen und dabei jene Finanzinstrumente zu meiden versuchen, die unter der Kontrolle der USA stehen", sagte Puschkarew gegenüber RT.

Wenn die Entscheidung der USA die iranischen Exporte wirklich auf Null bringen könnte, würde Teheran strenge Maßnahmen ergreifen, um Vergeltung zu üben, so Roman Blinow, Leiter der analytischen Abteilung des International Financial Center. 

Wenn wir uns mit einem totalen Embargo befassen müssten, hätte der Iran bereits ein Korps der Islamischen Revolutionsgarde entsandt und die Straße von Hormus blockiert und damit die ganze arabische Halbinsel und insbesondere Saudi-Arabien und Katar empört", sagte Blinow.

Der Experte betonte, dass ein solcher Schritt enorme Auswirkungen auf die Energieexporte von Katar, Saudi-Arabien und Kuwait haben könnte, wodurch auch die weltweiten Ölvorräte in solch einem Fall drastisch zurückgehen könnten.

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