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Russisches Rohöl setzt sich aufgrund von US-Sanktionen auf europäischen Märkten durch

Russisches Rohöl setzt sich aufgrund von US-Sanktionen auf europäischen Märkten durch
Erdöl aus Russland ist gerade dabei, das venezolanische Öl auf von europäischen Märkten zu verdrängen. Das berichtete Reuters. Der Preis für russisches Rohöl steigt derzeit aufgrund von Engpässen bei den Pipelinekapazitäten und einer geplanten Produktionskürzung.

Europäische Raffinerien haben auf russische Öl-Sorten umgestellt, da die US-Sanktionen die Exporte Venezuelas verringert haben, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters und fügte hinzu, dass das russische Rohöl immer teurer wird.

Die Nachrichtenagentur verweist bei dem Bericht auf Quellen aus der Handelsbranche und weist darauf hin, dass sich die Situation durch die Tatsache verschärft hat, dass die OPEC-Länder im Rahmen der OPEC+-Vereinbarung – die darauf abzielt, einen Preisanstieg zu stimulieren – hauptsächlich die Produktion von schwererem und saurem Rohöl reduziert haben.

Darstellungen des Ölhandels am PDVSA-Hauptquartier, Caracas, Venezuela, 28. Januar 2019.

US-Rohöl ist keine Alternative für die europäischen Märkte, da es überwiegend leicht und süß ist, während die Raffinerien in Europa bei der Herstellung raffinierter Produkte für die Verarbeitung schwererer und saurer Qualitäten gerüstet sind.

Die Nachricht ist die jüngste Erinnerung daran, dass die Welt auf einen Mangel an schwerem, saurem Rohöl zusteuert, das die Basisqualität des venezolanischen Rohöls darstellt und das viele Raffinerien weltweit benötigen, um Kraftstoffe und andere Produkte herzustellen. Eine der Quellen sagte gegenüber Reuters:

Die Öl-Marke Urals befindet sich in einer gesicherten Position gegenüber Brent und es gibt keinerlei Anzeichen, dass die Marke kurzfristig einen Preissturz erleben wird.

Das ist eine völlige Wende des traditionellen Unterschieds zwischen leichtem und schwerem Öl, wobei letzteres typischerweise mit einem Abschlag gegenüber Brent, einer leichten Öl-Mischung, gehandelt wird.

US-Sanktionen gegen den Iran erschweren den europäischen Raffinerien die Produktion zusätzlich. Die Sanktionen haben den Export von sauren Sorten eingeschränkt, die der Iran neben seinem sehr beliebten superleichten Rohöl - auch Kondensat genannt – fördert.

Laut Reuters schließen die US-Sanktionen 800.000 Barrel schweres Rohöl pro Tag vom Weltmarkt aus, so dass die Raffinerien nach Alternativen in einem begrenzten Markt suchen, der neben Russland und den Produzenten im Nahen Osten, auch Kanada und Mexiko als große Produzenten dieser Rohölsorten umfasst.

Allerdings hat auch Russland aufgrund einer Verknappung der Pipelinekapazitäten, die die Preise angekurbelt hat, mit Produktionsengpässen zu kämpfen.

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