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Trump: USA wollen Truppen im Irak halten, um Iran zu "beobachten"

Trump: USA wollen Truppen im Irak halten, um Iran zu "beobachten"
US-Soldaten sind am 23. November 2016 neben ihren gepanzerten Fahrzeugen in der Nähe einer irakischen Militärbasis am Rande von Mossul zu sehen.
US-Präsident Donald Trump hat unterstrichen, dass er eine militärische Präsenz im Irak beibehalten will, um den Iran sowie den gesamten "gestörten Nahen Osten" zu "beobachten". Er bekräftigte auch den Wunsch, eine "Geheimdienstpräsenz" in Afghanistan beizubehalten.

"Alles, was ich tun möchte, ist, in der Lage zu sein, zuzusehen", sagte Trump in einem Interview am Sonntag, das von dem Fernsehsender CBS ausgestrahlt wurde. "Wir haben eine unglaubliche und teure Militärbasis im Irak aufgebaut. Es ist perfekt gelegen, um die verschiedenen Teile des aufgewühlten Nahen Ostens zu beobachten."

Auf die Frage, ob die Truppen benötigt würden, um den Iran "anzugreifen", bestand Trump darauf, dass er nur zusehen wolle. Er bemerkte:

Wir werden weiter beobachten und wir werden weitersehen. Wenn es Ärger gibt, wenn jemand Atomwaffen haben oder andere Dinge tun will, werden wir es wissen, bevor sie es tun.

Unterdessen kritisiert der irakische Präsident Berham Salih die Haltung seines US-Amtskollegen. Er bemerkte, dass Trump den Irak nicht um Erlaubnis gebeten hat, um mit US-Truppen im Irak "den Iran zu beobachten".

Der Direktor der National Intelligence Dan Coats vor dem Senatsausschuss für Nachrichtendienste über

Abgesehen vom Irak schloss Trump die Möglichkeit nicht aus, eine militärische Präsenz der USA in Afghanistan beizubehalten. Er versprach, eine "echte" Geheimdienstpräsenz im Land zu belassen und auf "Nester", etwa von Terroristen, die sich dort anscheinend bilden, zu achten. "Ich lasse den Geheimdienst dort und wenn ich sehe, wie sich Nester bilden, werde ich etwas dagegen tun", sagte er kryptisch.

Die Kritik an dem jahrelangen militärischen Engagement der USA in Afghanistan und im Irak gehörte zu den Hauptthemen von Trumps Präsidentschaftskampagne. Sein Versprechen, US-Truppen abzuziehen, hat er noch nicht eingelöst. Stattdessen baute er die militärische Präsenz in Syrien und Afghanistan bislang aus.

In Afghanistan hat die erweiterte militärische Präsenz keine spürbaren Unterschiede generiert, da sich die Sicherheitslage am Boden in den letzten Monaten weiter verschlechtert hat. Die zermürbten afghanischen Streitkräfte, unterstützt von den USA und anderen westlichen Verbündeten, erleiden fortwährend schwere Verluste. Unterdessen können die Taliban, der Hauptfeind der UN-unterstützten Regierung, ihre Herrschaftsgebiete ausbreiten.

Berichten zufolge beherrscht die Miliz inzwischen über 50 Prozent des afghanischen Territoriums. Die düsteren militärischen Aussichten zwingen die USA, Gespräche mit ihren Gegnern aufzunehmen. Die Taliban haben bereits erklärt, dass die Verhandlungen "auf dem richtigen Weg" seien, und Trump scheint "ernsthaft" über den Rückzug aus Afghanistan nachzudenken.

Im vergangenen Dezember ordnete Trump an, fast die Hälfte der US-Truppen in Afghanistan abzuziehen, und kündigte einen vollständigen Rückzug aus Syrien an. Der letztere Zug wurde jedoch seither an eine Reihe von Voraussetzungen geknüpft.

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