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Iranischer Präsident: Die schlimmsten Sanktionen seit 40 Jahren

Iranischer Präsident: Die schlimmsten Sanktionen seit 40 Jahren
Iranischer Präsident Hassan Rohani, New York, USA, 26. September 2013.
Der iranische Präsident sagte, wegen der USA ist sein Land mit den schlimmsten Sanktionen seit 40 Jahren konfrontiert. Die iranische Bevölkerung leidet unter dem Währungsverfall. Der US-Geheimdienstkoordinator glaubt - anders als Trump - nicht an den Bau iranischer Atomwaffen.

Hassan Rohani, iranischer Präsident, nutzte eine Gedenk-Zeremonie für den Gründer der Islamischen Republik Ayatollah Ruhollah Khomeini: 

Heute steht das Land vor dem größten Druck und den größten Wirtschaftssanktionen der letzten 40 Jahre. Heute sind unsere Probleme in erster Linie auf den Druck Amerikas (USA) und seine Anhänger zurückzuführen. Die pflichtbewusste (iranische) Regierung und das islamische System sollten nicht beschuldigt werden.

Bislang verboten, versucht die iranische Regierung nun durch Kryptowährungen einen Ausweg aus der Krise zu finden. Aber auch hier versucht die US-Regierung zu regulieren. Das US-Finanzministerium warnte digitale Marktplätze für Bitcoin-Kauf und -Verkauf davor, Iranern Dienstleistungen anzubieten. 

Symbolbild: Bitcoin-Mining in Quebec, Kanada, 19. März 2018.

Der Rial büßte im vergangenen Jahr rund 60 Prozent seines Wertes ein. Der Kursverfall begann mit dem einseitigen Ausstieg der USA aus dem Nuklearabkommen (JCPOA, Joint Comprehensive Plan of Action). US-Präsident Donald Trump hatte das Abkommen als "den schlechtesten Deal" aller Zeiten bezeichnet und warf dem Iran Vertragsbruch vor. Dieses Abkommen würde dem Iran bei seinem Streben nach Atomwaffen helfen. 

Die früheren Sanktionen gegen den Iran traten folglich wieder in Kraft. Seitdem hoffen die verbliebenen Unterzeichner, das Abkommen aufrecht zu erhalten und alternative Zahlungswege zu finden, um die US-Sanktionen zu umgehen. Aber viele Unternehmen in der EU scheuen sich vor Geschäften mit dem Iran aus Furcht, selbst sanktioniert zu werden. 

In allen Lebensbereichen spüren die Iraner die Sanktionen aus Washington. Produkte aus dem Ausland werden unerschwinglich, die Arbeitslosenzahlen unter den jungen Menschen steigen. Löhne werden ausgesetzt, und an ein Studium im Ausland ist nicht mehr zu denken. Auch trifft es die Kranken. Lebenswichtige Medikamente und Medizinprodukte können nicht ins Land geliefert werden. 

Dan Coats, US-Geheimdienstkoordinator, widersprach dem US-Präsidenten und sagte, dass der Iran nicht an Atomwaffen arbeite: 

Wir glauben nicht, dass der Iran derzeit die Schlüsselaktivitäten unternimmt, von denen wir glauben, dass sie für den Bau einer nuklearen Waffe notwendig sind. 

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