icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Streit um Wehrpflicht für ultra-orthodoxe Männer: Schwere Regierungskrise in Israel

Streit um Wehrpflicht für ultra-orthodoxe Männer: Schwere Regierungskrise in Israel
Droht mit einem Ausscheiden aus der Koalition: Israels Verteidigungsminister Avigdor Lieberman (R) von der Partei Israel Beitenu.
Israels rechts-religiöse Regierung ist im Streit um die Wehrpflicht für ultra-orthodoxe Männer in eine schwere Krise geraten. Sollte es nicht zu einer Einigung kommen, wird mit einer Neuwahl gerechnet. Mit ungewissem Ausgang.

Die Partei von Verteidigungsminister Avigdor Lieberman, Israel Beitenu, droht nach Medienberichten vom Montag mit einem Ausscheiden aus der Koalition, falls ein Gesetz gebilligt wird, das Strengreligiöse von der Wehrpflicht befreit.

Demonstranten protestieren vor Benjamin Netanjahus Wohnhaus gegen den israelischen Premier.

Netanjahus Koalition verfügt über eine Mehrheit von 66 der 120 Sitze im Parlament. Netanjahus rechtsorientierter Likud war aus der Wahl im März 2015 als stärkste Fraktion hervorgegangen. Regulär steht eine Parlamentswahl erst im November 2019 an.

Männer müssen in Israel fast drei Jahre Wehrdienst ableisten, Frauen zwei Jahre. Staatsgründer David Ben-Gurion hatte 1948 zugestimmt, jüdische Religionsstudenten vom Armeedienst zu befreien. Damals ging es allerdings nur um einige Hundert Männer. Heute ist etwa ein Zehntel der rund neun Millionen Israelis ultra-orthodox.

2014 wurde auch die Wehrpflicht für strengreligiöse Juden eingeführt, die zuvor ausgenommen waren. Viele der Reformen sind allerdings inzwischen wieder aufgehoben worden. Führende strengreligiöse Rabbiner vertreten den Standpunkt, ihre Anhänger dienten Israel durch ihre religiösen Studien und Gebete besser als in der Armee.

Mehr lesen: Wettrüsten - Israelischer Minister warnt vor nuklearen Ambitionen Saudi-Arabiens

Das Höchste Gericht hatte im September vergangenen Jahres entschieden, eine Befreiung ultra-orthodoxer Männer von der Wehrpflicht sei diskriminierend. Netanjahus ultra-orthodoxe Koalitionspartner wollen diesen Beschluss nun mit einem neuen Gesetzentwurf umgehen. Sie wollen nur für den Haushalt 2019 stimmen, wenn das Gesetz zumindest in einer ersten Abstimmung gebilligt wird.

(rt deutsch/dpa)

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen