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5G als Wegweiser in die Zukunft: Bessere Gesundheitsversorgung und Erste Hilfe dank neuer Technik

5G als Wegweiser in die Zukunft: Bessere Gesundheitsversorgung und Erste Hilfe dank neuer Technik
ZTE-Logo und 5G bei der Weltausstellung in Peking, China, 22. November 2019
In China wird 5G auf seine Nützlichkeit im Bereich der Gesundheitsversorgung getestet. Damit soll eine neue Ära beschritten werden. Mithilfe von 5G und Virtual Reality können sich Ärzte etwa schon vor Eintreffen eines Patienten ein Bild des Gesundheitszustandes machen.

Im Juni 2019 genehmigte die chinesische Regierung offiziell 5G als kommerziellen Dienst. Rund 126.000 5G-Stationen wurden im ganzen Land eingerichtet. Das Universitätsklinikum Zhejiang (SAHZU) demonstrierte, wie das schnellere Internet in der Medizin zum Einsatz kommen kann.

Sun Yun, Produktmanager von China Mobile, erklärt:

Mithilfe des 5G-Netzwerks kann in Echtzeit ein stabiler digitaler Kanal für Notfall-Rettungssituationen gebaut werden, der hilft, viel Zeit zu sparen, und es Ärzten erlaubt, ungeachtet der Grenzen von Raum und Zeit eine Diagnose zu erstellen.

Eine spezielle 5G-Versorgungsabteilung wird derzeit in dem Krankenhaus eingerichtet. So nutzen Ärzte Virtual Reality, um dem Rettungspersonal schon beim Transport ins Krankenhaus Anweisungen zu geben und sich Kenntnis über den Gesundheitszustand des Patienten zu verschaffen. Bei Patienten, die nach der Behandlung entlassen werden, kann 5G helfen, diese weiter zu behandeln.

Auch Operationen durch Ärzte in anderen Gebieten Chinas sind somit möglich. Eine erste Operation mithilfe des schnelleren Internets wurde im August an einer 36 Jahre alten Patientin in Tianjin durchgeführt. Die operierenden Ärzte befanden sich in Peking, es handelte sich um eine vierstündige orthopädische Behandlung.

Zuvor war dies so nicht möglich. Bilder mussten für den sich in der Ferne befindlichen Mediziner eingefroren werden, während der Arzt weiter operierte. Kein idealer Zustand für den Patienten auf dem OP-Tisch.

Die zeitlichen Verzögerungen der Bildübertragung werden mit 5G von 40 oder gar 100 Millisekunden auf unter zehn Millisekunden reduziert. Medizinischen Maschinen ermöglicht 5G, drahtlos zu kommunizieren. So wurden in China die ersten Geräte vorgestellt, die 5G in der Telemedizin nutzen.

In Deutschland wäre ein Ausbau hin zu 5G unter Einbeziehung des chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei schneller und kostengünstiger als mit anderen Anbietern. In der deutschen Regierung jedoch gibt es Kritiker Huaweis, die die Anschuldigungen Washingtons ernst nehmen. Die USA gehen davon aus, dass Huawei für die chinesische Regierung spioniert und eine Sicherheitsgefahr darstellt.

In einem Pilotprojekt testete das Universitätsklinikum der TU München die Vor- und Nachteile von 5G in der Medizin. Kritisch bleibe die Sicherheit. Auch werde in Deutschland nicht mit einer flächendeckenden 5G-Versorgung gerechnet. In ländlichen Gebieten werde es schwierig.

Mehr zum Thema - Analyst Folker Hellmeyer: Ausschluss Huaweis vom 5G-Ausbau wäre "grundsätzlich falsch"

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