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China steigert Import russischer Sojabohnen – Verzicht auf Lebensmittelimporte aus den USA

China steigert Import russischer Sojabohnen – Verzicht auf Lebensmittelimporte aus den USA
Arbeiter entladen Säcke mit aus Russland importierten Sojabohnen im Heihe-Hafen in Heilongjiang.
Das chinesische Handelsministerium hat am Donnerstag erklärt, Peking und Moskau würden derzeit den Ausbau des bilateralen Handels diskutieren. Eine besondere Position nehmen dabei die Importe russischer Sojabohnen und andere Agrarprodukte ein.

Der chinesische Handelsminister Zhong Shan traf sich diese Woche mit dem russischen Minister für wirtschaftliche Entwicklung Maxim Oreschkin. Sie vereinbarten eine "Vertiefung des Handels mit Sojabohnen", da China bestrebt ist, den Import ursprünglich aus den USA gelieferter Waren zu diversifizieren.

Das Abkommen folgt auf die Ankündigung des russischen Präsidenten Wladimir Putin vom vergangenen Jahr, wonach Russland seine Produktion und den Export von Sojabohnen nach China steigern wird. Putin hatte erklärt, Russland werde die Bedarfslücke Chinas, die durch den langwierigen Handelskrieg zwischen Peking und Washington entstanden ist, schließen.

China hat die Einfuhr von Sojabohnen von seinem größten Lieferanten, den Vereinigten Staaten, gestoppt. Der Schritt erfolgte als Vergeltung für die US-amerikanischen Zölle auf chinesische Waren.

Laut dem US-Landwirtschaftsministerium sind die Verkäufe und Lieferungen von US-Sojabohnen nach China in den Jahren 2018 und 2019 drastisch zurückgegangen, wurden aber erst jetzt komplett eingestellt.

Inzwischen wächst der Handel zwischen den Nachbarländern Russland und China. Bei Agrarprodukten und Lebensmitteln stieg das Handelsvolumen im vergangenen Jahr um fast 30 Prozent auf mehr als fünf Milliarden US-Dollar. Der Gesamthandelsumsatz zwischen den beiden Ländern erreichte ein historisches Hoch von 108 Milliarden US-Dollar, womit alle Prognosen übertroffen wurden.

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