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US-Verbündete Japan und Südkorea sehen Washington als "große Bedrohung" für globale Sicherheit

US-Verbündete Japan und Südkorea sehen Washington als "große Bedrohung" für globale Sicherheit
US-Präsident Donald Trump begrüßt den japanischen Premierminister Shinzo Abe während eines bilateralen Treffens am Rande der 73. Sitzung der Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York, USA, am 26. September 2018.
Japan und Südkorea sehen die Vereinigten Staaten als "große Bedrohung" für die globale Sicherheit – obwohl sie Verbündete der USA und Gastländer für insgesamt 82.000 US-Soldaten sind. Die Südkoreaner fürchten die USA mehr als Nordkorea und mehr als Russland.

Die Welt ist ein furchtbarer Ort, das hat eine neue Pew-Research-Umfrage ergeben. Cyberangriffe, islamischer Terrorismus, wirtschaftliche Instabilität und Klimachaos gelten allesamt als Bedrohungen der globalen Sicherheit. Die Macht und der Einfluss der Vereinigten Staaten halten jedoch mehr Menschen als je zuvor nachts wach, obwohl Präsident Trump Truppen aus Syrien abzieht und sich der Bemühungen um Frieden mit Nordkorea rühmt.

Im Jahr 2013 sah nur ein Viertel der Menschen in 22 Nationen die USA als Bedrohung für ihre Länder an. Diese Zahl sprang im Jahr 2017 auf 38 Prozent und stieg im vergangenen Jahr weiter auf 45 Prozent. Unter Amerikas Verbündeten sind die Ergebnisse verblüffend. In Südkorea sehen 67 Prozent die USA als große Bedrohung für ihre Sicherheit gleichauf mit der Gefahr aus Nordkorea. In Japan sehen 66 Prozent die USA als Bedrohung, während 73 Prozent Nordkorea fürchten. Von den 26 befragten Nationen haben die Japaner und Südkoreaner die meiste Angst vor der US-Macht, noch vor Mexiko mit 64 Prozent.

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Die Umfrage wurde am Sonntag veröffentlicht. Zeitgleich kündigt US-Präsident Donald Trump ein zweites Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in zwei Wochen an. Trump pries das Treffen als "Vorstoß für den Frieden", obwohl die US-Geheimdienste kürzlich zu dem Schluss gekommen sind, dass es nach wie vor höchst "unwahrscheinlich" ist, dass Kim seine Atomwaffen aufzugeben bereit sei.

Für die Südkoreaner macht das Konfliktpotenzial zwischen den USA und Nordkorea die beiden Nationen gleichermaßen zur Bedrohung. Der Norden soll Zehntausende von Artilleriegeschossen haben, die auf die südliche Hauptstadt Seoul gerichtet sind, und bereit sein, die Stadt auszulöschen, sollte der eingefrorene Krieg der beiden Länder wieder entfachen. Ebenso hätte jede Reaktion der USA auf Nordkorea ("Feuer und Wut", mit denen Trump einst versprach, jede Aggression im Norden zu beantworten) massive Folgen für den Süden.

Für die Japaner sei die von den USA dargestellte Bedrohung eine andere als die des Kim-Regimes, sagte die Asia Studies Professorin Kirsti Govella der Japan Times. Während Nordkoreas derzeit gestoppte Raketentests eine direkte militärische Bedrohung für Japan darstellten, "wird die Bedrohung durch die USA wahrscheinlich als Resultat der jüngsten politischen Instabilität gegenüber der Region angesehen, die sehr unterschiedliche Herausforderungen für Japan schafft," so Govella.

Diese Instabilität in der Politik war durch Trumps Rückzug aus dem Handelsabkommen Transpazifische Partnerschaft gekennzeichnet, bei dem Japan eine führende Rolle in den Verhandlungen spielte. An der Militärfront habe Trumps "America First"-Außenpolitik bei den asiatischen Verbündeten Zweifel aufkommen lassen, ob sie sich in Hinblick auf ihre Sicherheitsbedürfnisse auf die USA verlassen können, sagte der japanische Professor Tetsuo Kotani der Japan Times.

"Viele asiatische Länder empfinden die gleiche Angst", sagte Kotani. Wenn zukünftige US-Präsidenten nicht mehr Bereitschaft zeigen und Verantwortung gegenüber der auf Regeln basierenden internationalen Ordnung wahrnehmen, wäre der Schaden nicht umkehrbar. "

Die russische Bedrohung?

Darüber hinaus sehen 13 Länder im Klimawandel die Bedrohung Nummer eins für ihre Sicherheit, während acht Terroranschläge von militanten Aktivisten des Islamischen Staates (IS) befürchten. Vier, darunter die USA, fürchten Cyberangriffe aus anderen Ländern.

Trotz der besten Bemühungen der westlichen Medien betrachtet nur eines der untersuchten Länder die russische Macht und deren Einfluss als Bedrohung. Polen, das seit Jahrhunderten eine lange und komplizierte Geschichte der Feindseligkeit gegenüber Moskau hat, nennt Russland die Bedrohung Nummer eins.

Schließlich sehen 17 Länder Washington als eine größere Bedrohung an als Moskau. Unter diesen Ländern sind mehrere Verbündete der USA, darunter Australien, Kanada, Frankreich und Deutschland.

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