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Angela Merkel in Japan: Gemeinsamer Ausbau des internationalen Freihandels und Multilateralismus

Angela Merkel in Japan: Gemeinsamer Ausbau des internationalen Freihandels und Multilateralismus
Angela Merkel und Shinzo Abe, Tokio, Japan, 4. Februar 2019
Die deutsche Bundeskanzlerin trifft in Japan auf den Ministerpräsidenten Shinzo Abe. Schon beim Weltwirtschaftsforum in Davos kündigte Merkel an, sie wolle sich für Multilateralismus einsetzen. Tokio und Berlin sind sich einig, den Freihandel auszubauen.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe haben einen Ausbau des gemeinsamen Engagements für internationalen Freihandel und Multilateralismus angekündigt. Japan trete mit Deutschland für eine regelbasierte Ordnung ein, man arbeite eng in dieser Frage zusammen, sagte Merkel am Montag bei einem Treffen mit dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe in Tokio. Beide Seiten lobten das am Freitag in Kraft getretene Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan in diesem Zusammenhang als wegweisend.

Der japanische Premierminister Shinzō Abe, mit Jean-Claude Juncker und Donald Tusk, Tokio, Japan, 17. Juli 2018.

Zwischen der EU und Japan wurde 2018 ein Freihandelsabkommen geschlossen, das zu Jahresbeginn in Kraft trat. Dieses umfasst 635 Millionen Menschen. Die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström:

Dies wird deutliche Vorteile für unsere Unternehmen, Bauern, Dienstleister und andere bringen. Unsere wirtschaftliche Partnerschaft mit Japan – der größten Handelszone, die je verhandelt wurde – ist nun sehr nah daran, Realität zu werden.

Merkel sagte, das Abkommen sei "in dieser Zeit eine wichtige Mitteilung an die Welt. Wir schätzen das sehr und wollen das auch mit Leben erfüllen". Sie wolle die deutsch-japanischen Wirtschafts- und Wissenschaftsbeziehungen verstärken. Dabei fange man nicht bei null an, sondern könne schon auf das Engagement von 450 deutsche Firmen in Japan aufbauen.

Abe sagte, der Protektionismus greife weltweit um sich, Großbritannien steuere auf den Austritt aus der EU zu:

Deutschlands Rolle wächst immer weiter in der Welt.

Der Besuch kurz nach dem Inkrafttreten des Freihandelsabkommens sende "eine kraftvolle Botschaft für die Stärkung unserer bilateralen Wirtschaftsbeziehungen und für das Vorantreiben des Freihandels". Es sei an der Zeit, die Partnerschaft für eine regelbasierte internationale Ordnung und den Wohlstand in der Welt auf eine höhere Stufe zu heben.

Die Kanzlerin bot eine Zusammenarbeit bei der japanischen Agenda für den G20-Gipfel Ende Juni in Osaka an. Japan nehme Fragen der Gesellschaft 5.0 auf und beschäftige sich mit Datensicherheit und -ethik. "Das sind Themen, die uns auch umtreiben."

Mehr zum Thema -Angela Merkel spricht sich für multilaterale Weltordnung aus

(rt deutsch/dpa) 

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